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Leipzig: Entscheidung über Streik bei Amazon nächste Woche

Bei Amazon Leipzig sind viele Gewerkschaftler krank, weshalb die Urabstimmung für einen Streik bis zum 4. April 2013 verlängert wird. Amazon weigert sich, mit Verdi über einen Tarifvertrag zu verhandeln.
/ Achim Sawall
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Amazon-Lager in Leipzig (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)
Amazon-Lager in Leipzig Bild: Fabrizio Bensch/Reuters

Die Entscheidung über einen Streik im Amazon-Logistikzentrum in Leipzig wird in der kommenden Woche fallen. Verdi hat die Urabstimmung bis zum 4. April 2013 verlängert, sagte Verdi-Bereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago dem MDR-Sachsen(öffnet im neuen Fenster) .

"An der Urabstimmung haben sich heute gut 300 Mitglieder beteiligt" . Rund 150 Gewerkschaftler seien krank oder hätten frei und würden nun angeschrieben. "150 fehlende Leute sind uns einfach zu viel" , sagte Lauenroth-Mago dem MDR. Bei Amazon Leipzig sind rund 1.200 Festangestellte und 800 Befristete beschäftigt.

Ziel ist die Aufnahme von Tarifverhandlungen und der Abschluss eines Tarifvertrages zu den im Einzel- und Versandhandel üblichen Konditionen. Drei Viertel der Mitglieder müssen zustimmen, um einen Streik zu organisieren.

Armin Cossmann, Geschäftsführer und Regionsmanager bei Amazon Leipzig, betonte: "Wir sehen keine Möglichkeit, mit Verdi Tarifverhandlungen zu führen."

Verdi will die tarifliche Regelung der Löhne und Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge für Nacht- und Mehrarbeit verhandeln. Die Nachtzuschläge sollen ab 20 Uhr gezahlt werden.

Es soll eine Lohnuntergrenze von 10,66 Euro pro Stunde geben. Nach einem Jahr soll der Lohn auf 11,39 Euro steigen.

In einer Reportage des Hessischen Rundfunks vom 13. Februar 2013 wurden Vorwürfe wegen der Behandlung von Amazons Leiharbeitern erhoben. Dort wurde gezeigt, dass einige Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Hensel European Security Services (H.E.S.S.) in Kleidung von Thor Steinar die Unterkünfte von ausländischen Leiharbeitern von Amazon im hessischen Bad Hersfeld überwachten und die Menschen schikanierten. Beschäftigte der Sicherheitsfirma seien laut dem Bericht auch in der rechtsextremistischen Szene aktiv, was das Unternehmen jedoch bestreitet(öffnet im neuen Fenster) (PDF).


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