Leiharbeiter: Amazon nimmt Stellung zu Vorwürfen der ARD

In einer ausführlichen Stellungnahme erklärt sich Amazon zu den Vorwürfen einer ARD-Reportage über die unfaire Behandlung von Leiharbeitern. Dabei kündigt das Unternehmen auch Maßnahmen gegen die kritisierte Security-Firma an.

Artikel veröffentlicht am ,
Leiharbeiter: Amazon nimmt Stellung zu Vorwürfen der ARD
(Bild: Philippe Merle/AFP/Getty Images)

Nachdem Amazon dem Hessischen Rundfunk vor Ausstrahlung der Reportage "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" keine Stellungnahme hatte geben wollen, hat das Unternehmen nun am Tag nach der Erstausstrahlung eine Erklärung nachgeschoben. Golem.de veröffentlicht das Schreiben im Wortlaut:

"Über 7.700 festangestellte Mitarbeiter arbeiten in den deutschen Amazon-Logistikzentren, in der Weihnachtssaison stellen wir zusätzliche Amazon-Mitarbeiter saisonal befristet ein. Diese Mitarbeiter unterstützen uns, um die erhöhte Anzahl an Kundenbestellungen in Spitzenzeiten zu bewältigen. Gleichzeitig haben wir dadurch die Möglichkeit, potenzielle neue langfristige Mitarbeiter kennenzulernen und gemäß unserem zukünftigen Wachstum einzustellen. In absoluten Spitzenzeiten arbeiten wir darüber hinaus mit Zeitarbeitsfirmen zusammen.

Alle Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in den Amazon-Logistikzentren in Deutschland arbeiten, verdienen über 10 Euro brutto pro Stunde; im ersten Jahr über 9,30 Euro brutto. Die in dem Beitrag erwähnten Mitarbeiter aus Spanien, die über eine Zeitarbeitsfirma im Logistikzentrum Bad Hersfeld beschäftigt wurden, verdienten bei einer 37,5 Stunden-Woche 1.400 Euro brutto im Monat, in der Nachtschicht bei 32,5 Wochenstunden 1.500 Euro im Monat. Diese Beträge wurden per Vertrag auch dann bezahlt, wenn nicht die volle vertragliche Stundenzahl angefordert wurde.

Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig. Wichtig ist uns hier auch die Rückmeldung unserer Mitarbeiter: Wann immer Mitarbeiter uns über Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsbedingungen oder der Unterbringung informieren, prüfen wir dies umgehend.

Amazon duldet keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung. Auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde, prüfen wir derzeit selbstverständlich den von den Redakteuren gemachten Vorwurf bezüglich des Verhaltens des Sicherheitspersonals und werden umgehend geeignete Maßnahmen einleiten.

Unser Ziel ist es, Bestellungen unserer Kunden jederzeit schnell und zuverlässig auszuliefern. Wir wissen: Das geht nur mit zufriedenen Mitarbeitern - unabhängig davon, ob sie langfristig beschäftigt, saisonal angestellt oder uns über eine Zeitarbeitsfirma unterstützen. Sie können sicher sein, dass wir jedem Vorfall in unseren Logistikzentren und im Umfeld, der uns von Mitarbeitern zur Kenntnis gebracht wird, nachgehen und bei Bedarf umgehend Verbesserungen einleiten."

Nachtrag vom 18. Februar 2013, 16:00 Uhr

Wie Amazon der Süddeutschen Zeitung sagte, hat das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Sicherheitsdienst beendet. Weitere Schritte kündigte das Unternehmen noch nicht an.

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cristophs 20. Mär 2013

sollte ich doch Recht behalten? Laut diesem Artike,mussten die Anwälte des hessischen...

cristophs 14. Mär 2013

Prima, den hr Journalisten Onneken und Löbl ist es gelungen Dich mit Hilfe ihrer Fiction...

cristophs 14. Mär 2013

Genau, schau doch erst einmal den Bericht und wenn Du nur einigermaßen bei Verstand bist...

Abseus 18. Feb 2013

Und begleiten gegenüber den anderen nur Hilfstätigkeiten für die sie keine Qualifikation...



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