Leica SL3-P: Leicas neue Vollformatkamera kostet 6.000 Euro
Leica hat mit der SL3-P eine neue Kamera seiner spiegellosen SL-Vollformatserie vorgestellt. Die SL3-P rangiert von einigen Funktionen zwischen der SL3 und der SL3-S, bietet aber vor allem im Videobereich einige Verbesserungen.
Der CMOS-Sensor hat eine effektive Auflösung von 44,9 Megapixeln, als Bildprozessor kommt Leicas Maestro IV zum Einsatz. Die SL3-P kann Fotos mit einer Größe von nativ bis zu 8.144 x 5.424 Pixel aufnehmen, im Multishot-Modus mit bis zu 16.288 x 10.848 Pixel. Dabei werden mehrere Aufnahmen gemacht, bei denen der Sensor jedes Mal ein wenig verschoben wird. Aus diesen Bildern errechnet die Kamera dann eines mit 176,7 Megapixel.
Die Verschlusszeiten rangieren von 30 Minuten bis 1/8000 Sekunde bei mechanischem Verschluss. Der elektrische Verschluss kann bis zu 1/16000 Sekunde in 12 Bit aufnehmen. Die Empfindlichkeitsbandbreite liegt bei Fotoaufnahmen zwischen 50 und 200.000 ISO, bei Videos zwischen 50 und 100.000 ISO.
Videoaufnahmen in 4K mit 120 fps und 8K
Die SL3-P kann Videoaufnahmen in 8K und bis zu 30 fps aufnehmen. 4K-Aufnahmen sind mit bis zu 120 fps möglich. Das können die SL3 und die SL3-S nicht. Integriert sind auch Apples ProRes-Codec mit bis zu 5,8K und neue In-Camera-LUTs. Der Videomodus ist durch eine unterschiedliche Farbgebung vom Fotomodus getrennt.
Ein neues Hybrid-Autofokussystem kombiniert Kontrastmessung, Tiefen-Mapping und eine Phasenvergleichsmessung. Für die Phasenvergleichsmessung werden 819 AF-Punkte verwendet. Auch bei den maximal möglichen 40 Bildern pro Sekunde soll der Autofokus funktionieren und scharfe Bilder ermöglichen.
Das Display auf der Rückseite ist 3,2 Zoll groß. Der digitale Sucher liefert 5,76 Millionen Bildpunkte und unterstützt Bildraten von 60 und 120 fps. Die Sehstärke kann im Bereich von -4 bis +2 Dioptrien angepasst werden. Auf der Oberseite ist ein weiteres, 1,28 Zoll großes, monochromes LC-Display verbaut. Die SL3-P hat kein rotes Leica-Logo mehr am Gehäuse – im Unterschied zu den anderen SL3-Modellen.
Mit der SL3-P hat Leica auch zwei neue Objektive mit L-Bajonett vorgestellt: das Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH und das APOMacro-Elmarit-SL 1:2,8/100. Leica zufolge ist das Summilux-SL das kompakteste Autofokus-Objektiv mit dieser Brennweite und Blendenöffnung.
Kamera in verschiedenen Kit-Optionen erhältlich
Die Leica SL3-P kostet 5.990 Euro. Im Kit mit Vario-Elmarit-SL 1:2,8/28-70 ASPH kostet die Kamera 6.990 Euro, mit Vario-Elmarit-SL 1:2,8/24-70 ASPH 7.490 Euro. Mit Vario-Elmarit-SL 1:2,8/24-70 ASPH und Vario-Elmarit-SL 1:2,8/70-200 ASPH kostet die Kamera im Set 9.790 Euro.
Das Summilux-SL 1:1,4/50 ASPH wird Ende 2026 in die Leica-Läden kommen und kostet 4.500 Euro. Auch das APO-Macro-Elmarit-SL 1:2,8/100 kommt Ende des Jahres, es soll 2.450 Euro kosten.


