In den Jahrzehnten nach dem Aufkommen von Farbfilmen sind Schwarzweißaufnahmen vor allem im Consumerbereich rar geworden. Amateure mit eigenen Labors verwenden die Filme oft weiter, weil die Entwicklung und die Belichtung von Fotos einfacher als beim Farb- oder Diafilm ist. Für künstlerisch arbeitende Fotografen hat Schwarzweißfilm aufgrund des Dynamikumfangs und der Beschränkung auf das Wesentliche einen eigenen Reiz.
Leica bietet mit der Q3 Monochrom(öffnet im neuen Fenster) eine Digitalkamera an, die aufgrund fehlendem RGB-Filter nur Schwarzweißaufnahmen machen kann. Im Golem-Test fällt auf, dass Leica gegenüber dem Vorgänger Q2 Monochrom einiges verbessert hat. Am Ende kommen wir aber nicht um die Frage herum, für wen die monochrome Q3 eigentlich gedacht ist – auch angesichts dessen, dass die normale Q3 mit optionalem Schwarzweißmodus günstiger ist.
Vorneweg: Alle Beispielbilder lassen sich in voller Größe (bearbeitetes JPG) hier herunterladen. Vom Design her ist die Q3 Monochrom fast identisch mit der Q2 Monochrom. Das Gehäusedesign ist gleich und damit nicht unbedingt ergonomisch, auch das Auswahlrad (etwa für die Belichtungskorrektur) ist wieder zu weit außen angebracht. Im Einsatz ist es mit dem Daumen schlecht zu erreichen – bei der M EV1 ist das besser gelöst.
Bild 1/29: Vor allem Motive mit starken Schatten bildet die Q3 Monochrom gut ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/29: Die Schärfe der Aufnahmen ist sehr gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/29: Auch Gegenlichtaufnahmen machen in der Nachbearbeitung keine Probleme. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/29: Das Summilux hat eine stimmige Randschärfe, die sich verbessert, je weiter wir die Blende schließen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/29: Auch feine Strukturen können herausgearbeitet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/29: Schattige Bereiche lassen sich problemlos in der Nachbearbeitung nachbelichten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/29: Interessante Lichtsituationen lassen sich mit der Q3 Monochrom einfangen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/29: Auch hier haben wir direkt problemlos in die Sonne fotografiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/29: Das Summilux hat eine angenehme Hintergrundschärfe, die sich auch nur schwach einsetzen lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/29: Der Scharzweißsensor hat eine sehr gute Dynamik. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/29: Vor allem Low-Light-Aufnahmen gelingen mit der Q3 Monochrom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/29: Bei Porträts kann die Hintergrundunschärfe eingesetzt werden - mit 28 mm hat die Q3 Monochrom aber nicht gerade eine klassische Porträtbrennweite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/29: Auch hier ist zu erkennen: Dunkle Schatten auf hellen Untergründen wirken in schwarz-weiß immer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/29: Für ein nicht wechselbares Objektiv halten wir die gewählte Brennweite von 28 mm für ideal. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/29: Feine Strukturen bildet die Q3 Monochrom bestens ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/29: Auch hier sind die Strukturen schön wiedergegeben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/29: Die Hintergrundunschärfe lässt sich problemlos über den elektronischen Sucher steuern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/29: Die Q3 Monochrom sieht vor allem von vorn dem Vorgänger ähnlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/29: Die Bedienelemente auf der Oberseite sind identisch mit denen der Q2 Monochrom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/29: Als Objektiv kommt ein Summilux mit großer Blende zum Einsatz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/29: Die Verarbeitung ist hochwertig, wie man es von Leica kennt. Nicht Leica-gemäß ist die Haptik etwas gewöhnungsbedürftig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/29: Vor allem das Drehrädchen am rechten Rand ist zu weit rechts verbaut, um es mit dem Daumen der rechten Hand bequem zu erreichen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/29: Die Bedienknöpfe hat Leica auf die rechte Seite und oberhalb des Displays verlagert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/29: Sämtliche Einstellungsmöglichkeiten können manuell vorgenommen werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/29: Die Q3 Monochrom hat zudem eine Makro-Funktion mit einem Naheinstellungsbereich von 17 cm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/29: Das Drehrädchen hat einen Button in der Mitte, der frei belegt werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/29: Das Display auf der Rückseite ist bei der Q3 Monochrom schwenkbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/29: Die Menüstruktur ist übersichtlich und ermöglicht zahlreiche Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/29: Das einzige ergonomische Feature der Q3 Monochrom ist eine kleine Mulde für den Daumen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Auch das Objektiv ist identisch: Zum Einsatz kommt ein Summilux f/1.7 28 mm Asph., das – wie bei den Q-Modellen üblich – nicht gewechselt werden kann. Wie bei der Q2 Monochrom ist die Abbildungsqualität hervorragend, vor allem bei leichter Abblendung, die die Schärfe an den Rändern verbessert.
Betrachten wir die Bedienelemente und das Gehäuse genauer, fällt uns auf, dass Leica einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger implementiert hat. Das 3 Zoll große TFT-Display auf der Rückseite ist bei der neuen Kamera kippbar – die Q2 Monochrom hingegen hat den Bildschirm fest verbaut. Schwenken lässt sich das Display nicht, die Kippfunktion ist aber besser als nichts – etwa, wenn man Bilder aus der Hocke machen will.
Die Bedienelemente hat Leica auf die rechte Seite des Displays verfrachtet, der Fn-Button findet sich nun rechts oberhalb des Bildschirms neben dem zweiten konfigurierbaren Knopf. Dort sind die Knöpfe alle besser erreichbar. Die beiden Buttons oberhalb des Displays sind unterschiedlich hoch und daher auch unterscheidbar, wenn wir mit dem Daumen drüberfahren.