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Leica Q3 Monochrom im Test: Spezieller geht eine Digitalkamera kaum

Leica hat bei der Q3 Monochrom einige unserer Kritikpunkte am Vorgänger behoben. Ein Nischenprodukt bleibt das neue Modell aber.
/ Tobias Költzsch
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Die Leica Q3 Monochrom im Einsatz (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die Leica Q3 Monochrom im Einsatz Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Leica Q3 Monochrom im Test: Spezieller geht eine Digitalkamera kaum
  2. Viele konfigurierbare Buttons
  3. Starke Ergebnisse bei kontrastreichen Motiven
  4. Leica Q3 Monochrom: Verfügbarkeit und Fazit

In den Jahrzehnten nach dem Aufkommen von Farbfilmen sind Schwarzweißaufnahmen vor allem im Consumerbereich rar geworden. Amateure mit eigenen Labors verwenden die Filme oft weiter, weil die Entwicklung und die Belichtung von Fotos einfacher als beim Farb- oder Diafilm ist. Für künstlerisch arbeitende Fotografen hat Schwarzweißfilm aufgrund des Dynamikumfangs und der Beschränkung auf das Wesentliche einen eigenen Reiz.

Leica bietet mit der Q3 Monochrom(öffnet im neuen Fenster) eine Digitalkamera an, die aufgrund fehlendem RGB-Filter nur Schwarzweißaufnahmen machen kann. Im Golem-Test fällt auf, dass Leica gegenüber dem Vorgänger Q2 Monochrom einiges verbessert hat. Am Ende kommen wir aber nicht um die Frage herum, für wen die monochrome Q3 eigentlich gedacht ist – auch angesichts dessen, dass die normale Q3 mit optionalem Schwarzweißmodus günstiger ist.

Gleiches Design, gleiches Objektiv

Vorneweg: Alle Beispielbilder lassen sich in voller Größe (bearbeitetes JPG) hier herunterladen. Vom Design her ist die Q3 Monochrom fast identisch mit der Q2 Monochrom. Das Gehäusedesign ist gleich und damit nicht unbedingt ergonomisch, auch das Auswahlrad (etwa für die Belichtungskorrektur) ist wieder zu weit außen angebracht. Im Einsatz ist es mit dem Daumen schlecht zu erreichen – bei der M EV1 ist das besser gelöst.

Auch das Objektiv ist identisch: Zum Einsatz kommt ein Summilux f/1.7 28 mm Asph., das – wie bei den Q-Modellen üblich – nicht gewechselt werden kann. Wie bei der Q2 Monochrom ist die Abbildungsqualität hervorragend, vor allem bei leichter Abblendung, die die Schärfe an den Rändern verbessert.

Betrachten wir die Bedienelemente und das Gehäuse genauer, fällt uns auf, dass Leica einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger implementiert hat. Das 3 Zoll große TFT-Display auf der Rückseite ist bei der neuen Kamera kippbar – die Q2 Monochrom hingegen hat den Bildschirm fest verbaut. Schwenken lässt sich das Display nicht, die Kippfunktion ist aber besser als nichts – etwa, wenn man Bilder aus der Hocke machen will.

Die Bedienelemente hat Leica auf die rechte Seite des Displays verfrachtet, der Fn-Button findet sich nun rechts oberhalb des Bildschirms neben dem zweiten konfigurierbaren Knopf. Dort sind die Knöpfe alle besser erreichbar. Die beiden Buttons oberhalb des Displays sind unterschiedlich hoch und daher auch unterscheidbar, wenn wir mit dem Daumen drüberfahren.


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