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Leica Q3 Monochrom: Verfügbarkeit und Fazit

Die Q3 Monochrom kostet bei Leica(öffnet im neuen Fenster) 6.750 Euro. Im Onlinehandel kostet sie genau so viel. Damit ist das Schwarz-Weiß-Modell der Q3 500 Euro teurer als die Standardversion mit Farbsensor und Schwarzweiß-Filtern. Eine Version mit 43-mm-Objektiv wie bei der Standard-Q3 mit Farbsensor gibt es nicht.

Fazit

Die Leica Q3 Monochrom macht scharfe Bilder mit hoher Auflösung, gutem Dynamikumfang und starken Kontrasten. Das macht sie allerdings nur in Schwarzweiß, was der Sinn der Kamera ist.

Für die einen ist die Q3 Monochrom womöglich eine unnötige Einschränkung, für die anderen ein dediziertes Mittel für eine spezielle kreative Ausdrucksweise. Diesbezüglich wollen und können wir in einem Test nicht urteilen.

Worüber wir urteilen können und wollen, ist die hervorragende Bildqualität. Für Fotografien in kontrastreichen Situationen, bei Porträts oder Straßenaufnahmen eignet sich die Q3 Monochrom sehr gut. Auch qualitativ hochwertige Videos lassen sich mit der Q3 Monochrom machen – natürlich auch nur in schwarz-weiß.

Verglichen mit dem Vorgängermodell gibt es einige Verbesserungen. Die Kamera hat einen neigbaren Bildschirm und endlich einen USB-Ausgang, über den sie sich wesentlich praktischer laden lässt. Auch die Positionierung der Buttons rechts vom Display finden wir besser.

Gewöhnungsbedürftig bleibt die Haptik, doch das ist bei Leica-Kameras nicht unüblich. Das Auswahlrad finden wir immer noch zu weit rechts eingebaut, vielleicht kann Leica beim nächsten Modell nachbessern.

Die Q3 Monochrom bietet wegen des fehlenden Farbfilters bessere Tonwerte und eine bessere Schärfe als Kameras mit Farbsensor. Damit ist die Q3 Monochrom am Ende eine Kamera für Schwarzweiß-Enthusiasten, die das notwendige Geld haben, sich eine derart spezialisierte Kamera zu kaufen. Wer nur hin und wieder ein Schwarz-Weiß-Bild machen will, dem dürfte der Schwarz-Weiß-Modus einer herkömmlichen hochwertigen Digitalkamera reichen – das Gleiche ist dies technisch gesehen allerdings nicht.

Tobias fotografiert seit mehr als 30 Jahren auf zahllosen Kameras, davon bis in die 2000er ausschließlich auf Film, den er selbst entwickelte. Nach einer Stereofotografiephase sind seine Lieblingsmotive momentan Landschaften. Bei Kameras kommt es ihm eher auf den Charakter an als auf Megapixel.


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