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Viele konfigurierbare Buttons

Wie bei der M EV1 begrüßen wir die Vielzahl an konfigurierbaren Knöpfen – neben den beiden Buttons oberhalb des Displays können wir die Taste auf dem Einstellrad, das Einstellrad selbst und den mittleren Knopf des Joypads individuell einrichten. Das ist auch notwendig – wie die Q2 Monochrom hat auch das neue Modell bis auf die Wahl der Belichtung und der Blenden keine Einstellungsmöglichkeiten abseits des Bildschirmmenüs.

Wollen wir etwa in den Videomodus schalten, müssen wir das über das Menü machen – oder eben über einen vorkonfigurierten Knopf. Für die wichtigsten Einstellungen gibt es allerdings ein Schnellmenü.

Als Sensor kommt ein CMOS mit effektiv 60,3 Megapixeln zum Einsatz, der keinen Farbfilter und keinen UV-/IR-Filter hat. Entsprechend kann die Q3 Monochrom gar keine Farbaufnahmen aufnehmen. Gegenüber der Q2 Monochrom wurde die Auflösung verbessert (von 47,3 effektiv nutzbaren Megapixeln), was sich nicht nur in größeren Bildern, sondern auch hochauflösenderen Videos zeigt.

Elektronischer Sucher mit guter Auflösung

Neben dem Display auf der Rückseite gibt es einen elektronischen Sucher, der dem der normalen Q3 und auch dem der M EV1 entspricht – nur eben in Graustufen arbeitet. Der Sucher hat 5.760.000 Bildpunkte und eine Dioptrieneinstellung von -4 bis +2. Er ist entsprechend sehr scharf und gut einsehbar; Informationen wie Belichtungskorrektur oder Histogramm sind gut erkennbar und können auch ausgeblendet werden.

Die Belichtung und Blendenwahl kann wie die Fokussierung bei der Q3 Monochrom komplett automatisch erfolgen, aber auch manuell eingestellt werden. Wir bevorzugen die Zeitautomatik, in der die Blende manuell und die Zeit von der Kamera passend eingestellt wird, in Kombination mit automatischer Fokussierung.

Der schnelle Autofokus hat 315 Messfelder und bietet verschiedene Modi: Spot, Feld, Mehrfeld, Zone, Personenerkennung, Tiererkennung und Verfolgung. Aus Gewohnheit verwenden wir in der Regel einen kleinen Fokusbereich in der Mitte des Bildausschnitts, den wir über das Joypad an die gewünschte Stelle bewegen. Insgesamt ist das Handling der Q3 Monochrom sehr gut, wenngleich die Bilder wie beim Vorgängermodell tendenziell eher leicht unterbelichtet werden. Für die Nacharbeitung im RAW-Format ist uns das lieber, da es mehr Optionen bietet als JPGs.

Wie bei der M EV1 nehmen wir bei der Q3 Monochrom RAW-Bilder aufgenommen und bearbeiten sie anschließend in Darktable. Dadurch lässt sich der sehr gute Dynamikumfang des Sensors gut ausnutzen. Vor allem in anspruchsvolleren Belichtungssituationen reicht uns dieser bei den JPGs nicht aus. Die RAW-Dateien reagieren aber gut auf Schattenaufhellungen und vor allem auf Kontrastbearbeitung.


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