Wie bei der M EV1 begrüßen wir die Vielzahl an konfigurierbaren Knöpfen – neben den beiden Buttons oberhalb des Displays können wir die Taste auf dem Einstellrad, das Einstellrad selbst und den mittleren Knopf des Joypads individuell einrichten. Das ist auch notwendig – wie die Q2 Monochrom hat auch das neue Modell bis auf die Wahl der Belichtung und der Blenden keine Einstellungsmöglichkeiten abseits des Bildschirmmenüs.
Wollen wir etwa in den Videomodus schalten, müssen wir das über das Menü machen – oder eben über einen vorkonfigurierten Knopf. Für die wichtigsten Einstellungen gibt es allerdings ein Schnellmenü.
Als Sensor kommt ein CMOS mit effektiv 60,3 Megapixeln zum Einsatz, der keinen Farbfilter und keinen UV-/IR-Filter hat. Entsprechend kann die Q3 Monochrom gar keine Farbaufnahmen aufnehmen. Gegenüber der Q2 Monochrom wurde die Auflösung verbessert (von 47,3 effektiv nutzbaren Megapixeln), was sich nicht nur in größeren Bildern, sondern auch hochauflösenderen Videos zeigt.
Elektronischer Sucher mit guter Auflösung
Neben dem Display auf der Rückseite gibt es einen elektronischen Sucher, der dem der normalen Q3 und auch dem der M EV1 entspricht – nur eben in Graustufen arbeitet. Der Sucher hat 5.760.000 Bildpunkte und eine Dioptrieneinstellung von -4 bis +2. Er ist entsprechend sehr scharf und gut einsehbar; Informationen wie Belichtungskorrektur oder Histogramm sind gut erkennbar und können auch ausgeblendet werden.
Bild 1/29: Vor allem Motive mit starken Schatten bildet die Q3 Monochrom gut ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/29: Die Schärfe der Aufnahmen ist sehr gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/29: Auch Gegenlichtaufnahmen machen in der Nachbearbeitung keine Probleme. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/29: Das Summilux hat eine stimmige Randschärfe, die sich verbessert, je weiter wir die Blende schließen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/29: Auch feine Strukturen können herausgearbeitet werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/29: Schattige Bereiche lassen sich problemlos in der Nachbearbeitung nachbelichten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/29: Interessante Lichtsituationen lassen sich mit der Q3 Monochrom einfangen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/29: Auch hier haben wir direkt problemlos in die Sonne fotografiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/29: Das Summilux hat eine angenehme Hintergrundschärfe, die sich auch nur schwach einsetzen lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/29: Der Scharzweißsensor hat eine sehr gute Dynamik. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/29: Vor allem Low-Light-Aufnahmen gelingen mit der Q3 Monochrom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/29: Bei Porträts kann die Hintergrundunschärfe eingesetzt werden - mit 28 mm hat die Q3 Monochrom aber nicht gerade eine klassische Porträtbrennweite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/29: Auch hier ist zu erkennen: Dunkle Schatten auf hellen Untergründen wirken in schwarz-weiß immer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/29: Für ein nicht wechselbares Objektiv halten wir die gewählte Brennweite von 28 mm für ideal. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/29: Feine Strukturen bildet die Q3 Monochrom bestens ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/29: Auch hier sind die Strukturen schön wiedergegeben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/29: Die Hintergrundunschärfe lässt sich problemlos über den elektronischen Sucher steuern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/29: Die Q3 Monochrom sieht vor allem von vorn dem Vorgänger ähnlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/29: Die Bedienelemente auf der Oberseite sind identisch mit denen der Q2 Monochrom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/29: Als Objektiv kommt ein Summilux mit großer Blende zum Einsatz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/29: Die Verarbeitung ist hochwertig, wie man es von Leica kennt. Nicht Leica-gemäß ist die Haptik etwas gewöhnungsbedürftig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/29: Vor allem das Drehrädchen am rechten Rand ist zu weit rechts verbaut, um es mit dem Daumen der rechten Hand bequem zu erreichen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/29: Die Bedienknöpfe hat Leica auf die rechte Seite und oberhalb des Displays verlagert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/29: Sämtliche Einstellungsmöglichkeiten können manuell vorgenommen werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/29: Die Q3 Monochrom hat zudem eine Makro-Funktion mit einem Naheinstellungsbereich von 17 cm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/29: Das Drehrädchen hat einen Button in der Mitte, der frei belegt werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/29: Das Display auf der Rückseite ist bei der Q3 Monochrom schwenkbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/29: Die Menüstruktur ist übersichtlich und ermöglicht zahlreiche Einstellungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/29: Das einzige ergonomische Feature der Q3 Monochrom ist eine kleine Mulde für den Daumen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Belichtung und Blendenwahl kann wie die Fokussierung bei der Q3 Monochrom komplett automatisch erfolgen, aber auch manuell eingestellt werden. Wir bevorzugen die Zeitautomatik, in der die Blende manuell und die Zeit von der Kamera passend eingestellt wird, in Kombination mit automatischer Fokussierung.
Der schnelle Autofokus hat 315 Messfelder und bietet verschiedene Modi: Spot, Feld, Mehrfeld, Zone, Personenerkennung, Tiererkennung und Verfolgung. Aus Gewohnheit verwenden wir in der Regel einen kleinen Fokusbereich in der Mitte des Bildausschnitts, den wir über das Joypad an die gewünschte Stelle bewegen. Insgesamt ist das Handling der Q3 Monochrom sehr gut, wenngleich die Bilder wie beim Vorgängermodell tendenziell eher leicht unterbelichtet werden. Für die Nacharbeitung im RAW-Format ist uns das lieber, da es mehr Optionen bietet als JPGs.
Wie bei der M EV1 nehmen wir bei der Q3 Monochrom RAW-Bilder aufgenommen und bearbeiten sie anschließend in Darktable. Dadurch lässt sich der sehr gute Dynamikumfang des Sensors gut ausnutzen. Vor allem in anspruchsvolleren Belichtungssituationen reicht uns dieser bei den JPGs nicht aus. Die RAW-Dateien reagieren aber gut auf Schattenaufhellungen und vor allem auf Kontrastbearbeitung.