Leicas M-Serie hat sich bis auf wenige Ausnahmen durch eine Funktion ausgezeichnet. Egal, ob es sich um eine analoge Kamera mit Film oder eine Digitalkamera gehandelt hat: Ein Messsucher war in der Regel immer dabei. Die Entfernung wird also über einen Mischbildentfernungsmesser eingestellt, bei dem zwei Bildausschnitte übereinandergebracht werden, um zu fokussieren.
Vor mittlerweile fast 90 Jahren (Contax II) war ein guter Messsucher State of the Art, heute verwenden Digitalkameras (auch von Leica) in der Regel einen Autofokus; manuell fokussieren ist noch möglich, aber in der Regel über einen digitalen Sucher. Nicht so bei Leicas M-Serie – und daran ändert auch das neue Modell M EV1 nichts. Es hat aber keinen Mischbildentfernungsmesser, sondern einen eingebauten elektronischen Sucher (Electronic Viewfinder, EVF).
Vor meinem Test habe ich mich gefragt, ob eine M-Kamera ohne Messsucher überhaupt noch eine M-Kamera ist (bisher konnte man einen EVF höchstens über den Blitzanschluss nachrüsten). Während der Nutzung ist diese Frage allerdings schnell aus meinem Kopf verschwunden: Die M EV1(öffnet im neuen Fenster) ist eine interessante Ergänzung in Leicas Portfolio, mit der sich hervorragende Fotos machen lassen.
Technisch eine M11
Das ist wenig überraschend, ist die M EV1 bis auf den Sucher und einige damit zusammenhängende Veränderungen doch technisch identisch mit der M11. Zum Einsatz kommt der gleiche Vollformatsensor mit 60,3 Megapixeln und einer maximal möglichen Bildauflösung von 9.528 x 6.328 Pixeln im RAW-Format. Das Gehäuse ist aus Aluminium und Magnesium mit grifffestem Kunstlederbezug und hat die klassische Form einer M-Kamera.
Bild 1/59: 1/360 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/59: 1/320s, f/3,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/59: 1/320 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/59: 1/360 s, f/9,5, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/59: 1/320 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/59: 1/180 s, f/3,4 ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/59: 1/250 s, f/8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/59: 1/200s, f/16, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/59: 1/500 s, f/1,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/59: 1/180 s, f/9,5, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/59: 1/250 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 640 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/59: 1/320 s, f/13, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/59: 1/200 s, f/8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/59: 1/200 s, f/13, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/59: 1/50 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/59: 1/180 s, f/4, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/59: 1/180 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/59: 1/200 s, f/2,4, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/59: 1/250 s, f/8, ISO 400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/59: 1/180 s, f/8, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/59: 1/750 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/59: 1/200 s, f/2,8, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/59: 1/45 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/59: 1/180 s, f/3,4, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 3200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/59: 1/60 s, f/2,4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/59: 1/180 s, f/4, ISO 1000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/59: 1/160 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/59: 1/90 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/59: 1/100 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/59: 1/60 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/59: 1/160 s, f/11, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/59: 1/200 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/59: 1/40 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 39/59: 1/200 s, f/11, ISO 500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 40/59: 1/250 s, f/13, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 41/59: 1/160 s, f/4,8, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 42/59: 1/180 s, f/6,8, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 43/59: 1/30 s, f/6,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 44/59: 1/200 s, f/8, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 45/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 46/59: 1/250 s, f/6,8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 47/59: 1/200 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 48/59: Die Leica M EV1 mit dem Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 49/59: Die Leica M EV1 ist bis auf den fehlenden Messsucher baugleich zur M11. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 50/59: Anstelle des Leuchtrahmensuchers hat die M EV1 einen digitalen Sucher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 51/59: Die Belichtungszeit und die Blende können manuell eingestellt werden oder automatisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 52/59: Das Display auf der Rückseite dient als Sucher und als Bildbetrachter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 53/59: Das Menü der M EV1 ist übersichtlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 54/59: Die M EV1 hat insgesamt fünf Buttons, die sich konfigurieren lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 55/59: Die Leica M EV1 hat einen mechanischen und einen elektronischen Verschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 56/59: Das Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. hat eine hervorragende Abbildungsqualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 57/59: Mit dem Hebel auf der Rückseite wird der Akku entsperrt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 58/59: Im Akkufach kann eine SD-Karte eingeschoben werden - die M EV1 hat aber auch einen eingebauten Speicher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 59/59: Dank des Kunstlederbezugs liegt die M EV1 sicher in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Bedienelemente sind ebenfalls gleich: Die Verschlusszeit wird auf der Oberseite eingestellt, die Blende am Objektiv. Möglich sind 60 Minuten bis 1/4000 s mit dem mechanischen Verschluss und 60 s bis 1/16000 s mit dem elektronischen Verschluss. Die Verschlüsse können zusammen genutzt werden oder auch einzeln.
Auf der Rückseite ist ein 2,95 Zoll großes Display mit aktivierbarer Touchbedienung eingebaut. Anders als die M11 hat die M EV1 aber keinen Leuchtrahmen-Messsucher mit Parallaxenausgleich und ein zweites, kleines Sucherfenster für den Messsucher, die beide von vorne gut erkennbar sind. Stattdessen ist die rechte obere Ecke von vorne betrachtet einfach nur schwarzes Gehäuse.
Auf der anderen Seite sitzt der EVF, dessen Einblick an der gleichen Stelle ist wie bei der M11 das Sucherfenster. Der EVF ist der gleiche, den Leica bei der Q3 verwendet: Er hat 5.760.000 Pixel, eine Bildrate von 60 fps und bildet 100 Prozent des Bildes ab – was man sieht, ist also am Ende auch auf dem Bild. Die Sehstärke lässt sich im Bereich zwischen -4 bis +2 Dioptrien einstellen.