Das Summilux hat ein kreisförmiges Bokeh, das sich gut schon während der Aufnahme steuern lässt. Hier weist die M EV1 gegenüber der M11 dank des elektronischen Suchers einen Vorteil auf – der analoge Sucher bildet die durch die Blende verursachte Unschärfe nicht ab. 50 mm ist keine klassische Porträtbrennweite, mit dem Objektiv lassen sich dennoch tolle Personenaufnahmen machen.
Die Schärfe wird bei der M EV1 manuell gesteuert, was für Nutzer, die bislang keine Objektive mit manuellem Fokus verwendet haben, möglicherweise gewöhnungsbedürftig ist. Die Schärfe lässt sich beim Summilux aber gut kontrollieren, dank des Focus Peaking und der Bildschirmlupe gelingen Aufnahmen in der Regel gut.
Natürlich ist das alles etwas langsamer als bei einer vollautomatischen Kamera mit Autofokus – schlecht finde ich das aber nicht. Ein Grund, weshalb ich schon immer gerne mit alten Kameras, vor allem Filmkameras, fotografiere, ist das Besinnen auf das Motiv: Lieber konzentriere ich mich länger und mache dann nur ein Bild, als dass ich schnell fünf, sechs Serienbildaufnahmen mache.
Besinnung auf das Wesentliche
Das ist aber Geschmackssache und jedem Fotografen selbst überlassen. Zudem kann man natürlich nicht nur mit einer Leica Fotos machen, bei deren Erstellung man sich mehr konzentriert und den Fokus manuell einstellt. Der Unterschied zu einem AF-Objektiv ist aber, dass das Summilux explizit fürs manuelle Scharfstellen gemacht ist, was man dem Objektiv schlichtweg in der Haptik anmerkt.
Bild 1/59: 1/360 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/59: 1/320s, f/3,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/59: 1/320 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/59: 1/360 s, f/9,5, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/59: 1/320 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/59: 1/180 s, f/3,4 ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/59: 1/250 s, f/8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/59: 1/200s, f/16, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/59: 1/500 s, f/1,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/59: 1/180 s, f/9,5, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/59: 1/250 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 640 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/59: 1/320 s, f/13, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/59: 1/200 s, f/8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/59: 1/200 s, f/13, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/59: 1/50 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/59: 1/180 s, f/4, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/59: 1/180 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/59: 1/200 s, f/2,4, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/59: 1/250 s, f/8, ISO 400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/59: 1/180 s, f/8, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/59: 1/750 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/59: 1/200 s, f/2,8, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/59: 1/45 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/59: 1/180 s, f/3,4, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 3200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/59: 1/60 s, f/2,4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/59: 1/180 s, f/4, ISO 1000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/59: 1/160 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/59: 1/90 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/59: 1/100 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/59: 1/60 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/59: 1/160 s, f/11, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/59: 1/200 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/59: 1/40 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 39/59: 1/200 s, f/11, ISO 500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 40/59: 1/250 s, f/13, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 41/59: 1/160 s, f/4,8, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 42/59: 1/180 s, f/6,8, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 43/59: 1/30 s, f/6,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 44/59: 1/200 s, f/8, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 45/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 46/59: 1/250 s, f/6,8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 47/59: 1/200 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 48/59: Die Leica M EV1 mit dem Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 49/59: Die Leica M EV1 ist bis auf den fehlenden Messsucher baugleich zur M11. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 50/59: Anstelle des Leuchtrahmensuchers hat die M EV1 einen digitalen Sucher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 51/59: Die Belichtungszeit und die Blende können manuell eingestellt werden oder automatisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 52/59: Das Display auf der Rückseite dient als Sucher und als Bildbetrachter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 53/59: Das Menü der M EV1 ist übersichtlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 54/59: Die M EV1 hat insgesamt fünf Buttons, die sich konfigurieren lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 55/59: Die Leica M EV1 hat einen mechanischen und einen elektronischen Verschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 56/59: Das Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. hat eine hervorragende Abbildungsqualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 57/59: Mit dem Hebel auf der Rückseite wird der Akku entsperrt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 58/59: Im Akkufach kann eine SD-Karte eingeschoben werden - die M EV1 hat aber auch einen eingebauten Speicher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 59/59: Dank des Kunstlederbezugs liegt die M EV1 sicher in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden, lässt es sich mit der M EV1 immer noch gut aus der Hand fotografieren. Der ISO-Wert geht bis 50.000, ich habe ihn aber auf maximal 6.400 begrenzt. Dann war bereits ein Rauschen sichtbar, das sich aber in der Bearbeitung der RAW-Dateien noch gut verringern ließ – in den JPGs ist das Rauschen auch deutlich sichtbar. Auch ein Farbrauschen ist bei derart hohen ISO-Werten vorhanden – Leica kann die Physik auch nicht überwinden oder zaubern.
Bei Available-Light-Aufnahmen kommen Elemente wie einfallendes Licht und Schatten gut zur Geltung – auch hier ist der Kontrast bei den RAW-Aufnahmen sehr gut einstellbar. Auch der Kantenkontrast ist in der Regel gut und muss kaum herausgearbeitet werden. Bei Gegenlichtaufnahmen sind Lens Flares in üblichem Umfang sichtbar, die schön als gestalterisches Element einsetzbar sind.