Entsprechend ist der für die M-Serie typische Hebel neben dem Objektiv, der die Leuchtrahmen steuert, bei der M EV1 eigentlich ohne Nutzen. Leica hat ihn dennoch verbaut und zu einem programmierbaren Zwei-Wege-Schalter umfunktioniert, was ich clever finde. Ich habe in die eine Richtung die Abschaltung des Focus Peaking gelegt.
Die andere Richtung steuert den Digitalzoom der M EV1. Die Kamera kann auf Knopfdruck den Bildausschnitt 1,3- und 1,8-fach vergrößern. Dank der hohen Auflösung sind die Bilder immer noch scharf – etwas anderes als ein Crop ist das aber offenbar nicht. Entsprechend wird die Vergrößerung auch nicht auf die RAW-Dateien angewandt, die immer in voller Größe aufgenommen werden.
Ich kann schließlich einfach bei der Bildbearbeitung einen kleineren Ausschnitt wählen. Die Funktion ist nur für Nutzer interessant, die im JPG-Format fotografieren. Das gleiche gilt auch für die drei Farb- und zwei Schwarzweißstile, die ebenfalls nicht auf die RAW-Dateien angewandt werden.
Fünf Stile und Digitalzoom für JPG-Aufnahmen
Ich selbst fotografiere aufgrund der Freiheit in der Bearbeitung der Bilder nur in RAW, weshalb ich die Stile und den Digitalzoom nicht verwendet habe. In einem kurzen Test finde ich die Unterschiede zwischen den Farbmodi angesichts dessen, was bei einer Nachbearbeitung möglich ist, vernachlässigbar. Alle Fotos, die ich mit der Leica M EV1 gemacht habe, sind hier als ZIP-Datei in Originalgröße (bearbeitete JPGs) herunterladbar.
Bild 1/59: 1/360 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/59: 1/320s, f/3,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/59: 1/320 s, f/5,6, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/59: 1/360 s, f/9,5, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/59: 1/320 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/59: 1/180 s, f/3,4 ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/59: 1/250 s, f/8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/59: 1/200s, f/16, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/59: 1/500 s, f/1,4, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/59: 1/180 s, f/9,5, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/59: 1/250 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 640 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/59: 1/250 s, f/5,6, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 125 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/59: 1/320 s, f/13, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/59: 1/200 s, f/8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/59: 1/200 s, f/13, ISO 80 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/59: 1/50 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/59: 1/180 s, f/4, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/59: 1/180 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/59: 1/200 s, f/2,4, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/59: 1/250 s, f/8, ISO 400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/59: 1/180 s, f/8, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/59: 1/750 s, f/4,8, ISO 64 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/59: 1/200 s, f/2,8, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/59: 1/45 s, f/5,6, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/59: 1/180 s, f/3,4, ISO 4000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 3200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/59: 1/60 s, f/2,4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/59: 1/180 s, f/4, ISO 1000 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/59: 1/160 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/59: 1/90 s, f/4, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/59: 1/100 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/59: 1/60 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/59: 1/160 s, f/11, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/59: 1/200 s, f/4,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/59: 1/40 s, f/9,5, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 39/59: 1/200 s, f/11, ISO 500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 40/59: 1/250 s, f/13, ISO 200 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 41/59: 1/160 s, f/4,8, ISO 2500 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 42/59: 1/180 s, f/6,8, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 43/59: 1/30 s, f/6,8, ISO 6400 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 44/59: 1/200 s, f/8, ISO 1250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 45/59: 1/180 s, f/5,6, ISO 800 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 46/59: 1/250 s, f/6,8, ISO 320 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 47/59: 1/200 s, f/11, ISO 250 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 48/59: Die Leica M EV1 mit dem Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 49/59: Die Leica M EV1 ist bis auf den fehlenden Messsucher baugleich zur M11. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 50/59: Anstelle des Leuchtrahmensuchers hat die M EV1 einen digitalen Sucher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 51/59: Die Belichtungszeit und die Blende können manuell eingestellt werden oder automatisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 52/59: Das Display auf der Rückseite dient als Sucher und als Bildbetrachter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 53/59: Das Menü der M EV1 ist übersichtlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 54/59: Die M EV1 hat insgesamt fünf Buttons, die sich konfigurieren lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 55/59: Die Leica M EV1 hat einen mechanischen und einen elektronischen Verschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 56/59: Das Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. hat eine hervorragende Abbildungsqualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 57/59: Mit dem Hebel auf der Rückseite wird der Akku entsperrt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 58/59: Im Akkufach kann eine SD-Karte eingeschoben werden - die M EV1 hat aber auch einen eingebauten Speicher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 59/59: Dank des Kunstlederbezugs liegt die M EV1 sicher in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Bildqualität der M EV1 in Verbindung mit dem Summilux-M 1:1.4/50 ASPH. ist sehr gut. Die Bilder sind scharf, weisen keine nennenswerte Verzerrung auf und haben einen guten Kontrast. Bei korrekter Belichtung – auch hier enttäuscht die Belichtungsautomatik selten – benötigen die RAW-Aufnahmen nur minimale Nachbearbeitung.
Der automatische Weißabgleich funktioniert gut, die Farbwiedergabe empfinde ich als natürlich. Auch die drei Farbmodi für JPGs (dazu gibt es noch zwei Schwarzweißmodi) sind natürlich, wenngleich einer intensivere Farben abbildet. Quietschbunte Bilder macht die Leica nicht, und das ist auch nicht verkehrt.
Für die Frage, was eine M-Leica zu einer M-Leica macht, ist die Technologie des Suchers für mich nicht wichtig. Stattdessen stehen für mich Haptik und Bildqualität im Vordergrund, und bei diesen Punkten ist die M EV1 eine klassische M-Kamera. Ob man das nun als "Leica Look" bezeichnen will oder nicht, ist jedem selbst überlassen.