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Lehrangebot gegen Cyberangriffe: Verfassungsschutz will Unternehmen unterstützen

Der Verfassungsschutz von Rheinland-Pfalz will mit einem exklusiven Onlineangebot die IT-Sicherheit bei Unternehmen erhöhen.
/ Lennart Mühlenmeier und dpa
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Der Inlandsgeheimdienst will der Wirtschaft helfen. (Bild: David Sinclair)
Der Inlandsgeheimdienst will der Wirtschaft helfen. Bild: David Sinclair / Unsplash-Lizenz

Der Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz unterstützt die Cyber- und IT-Sicherheit von Unternehmen mit einer neuen, kostenlosen Plattform. Das Angebot www.cyberschutz.rlp.de(öffnet im neuen Fenster) richte sich vor allem an kommunale Unternehmen der kritischen Infrastruktur wie Wasser- und Energieversorger, teilte das Innenministerium in Mainz am 24. Oktober mit.

"Ich empfehle allen kommunalen Unternehmen, das Angebot zu nutzen", sagte der neue Innenminister Michael Ebling der Deutschen Presseagentur (dpa). Der SPD-Politiker war lange Zeit Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz und Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

Die auf dem Cyberschutzportal bereitgestellten Bedrohungsindikatoren würden täglich aktualisiert, hieß es weiter. Dazu kämen umfangreiche Informationen wie Videotutorials und Tipps, was Firmen tun sollten, wenn sie fürchteten, Opfer eines Cyberangriffs geworden zu sein.

Das Angebot ist nur einzusehen, sobald Konten von Unternehmen freigeschaltet sind. Nur Unternehmen aus Rheinland-Pfalz dürfen sich laut FAQ(öffnet im neuen Fenster) via E-Mail bewerben. Privatleute sollten vor allem Antivirenprogramme und Sicherheitssoftware nutzen, riet das Ministerium.

Verfassungsschutz soll schützen

Der VKU begrüßte das Angebot. "Cybersicherheit ist ein Prozess, kein Zustand. Deswegen tun kommunale Unternehmen alles, um gerade in der aktuellen Lage die kritischen Infrastrukturen bestmöglich vor Cyberangriffen zu schützen", sagte Wolfgang Bühring, Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz des VKU und Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, laut dpa.

Mögliche Bedenken angesichts der Beteiligung des Verfassungsschutzes versucht das FAQ zu beseitigen: "Es handelt sich um ein reines Informations- und Unterstützungsangebot für die Dauer Ihrer Nutzung. Ihre Daten bleiben in Ihrem Unternehmen." Nur die erforderliche E-Mail-Adresse zur Anmeldung werde gespeichert.

Der Autor meint:

Das Konzept erinnert an die Berliner Cyberhotline, die bisher nicht von Erfolg gekrönt ist. Es irritiert eher, wenn nun jedes Bundesland eigene Lösungen entwickelt. Auch ein TLS-Zertifikat würde der Domain www.cyberschutz.rlp.de, die auf die eigentliche Webseite (dann mit Transportverschlüsselung) weiterleitet, gut stehen. Warum die Inhalte nicht ohne Anmeldebarrieren öffentlich sind, ist nicht ersichtlich.


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