Lego Smart Play im Hands-on: So viel Technik in einem kleinen 2x4-Legostein

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Außen Legostein, innen Technikmodul: Mit Smart Play hat Lego auf der CES 2026 ein neues System vorgestellt, das die Klemmbausteinsets interaktiver machen soll. Wir konnten sie ausprobieren und feststellen, dass hinter Smart Play mehr steckt als einfache Sound- und Lichteffekte.
Basis des Smart-Play-Systems ist der Smart Brick, ein 2x4-Legostein, in dem überraschend viel Technik steckt. Neben einem ASIC gibt es Annäherungs- und Farbsensoren sowie einen NFC-Reader, der sogenannte Smart Tags liest. Diese sind in flache 2x2-Steine sowie smarte Minifiguren eingebaut. Erkennt ein Smart Brick einen der Tags, wird er auf eine bestimmte Spielsituation programmiert und aktiviert. Um einen Smart Brick einzuschalten, muss man ihn nur kurz schütteln.
Ohne die Smart Tags können die Smart Bricks keine Aktionen ausführen; erst mit den Anleitungen der Smart Tags lässt sich das Smart-Play-System nutzen. Hat ein Smart Brick die notwendigen Informationen erhalten, kann ein X-Wing beispielsweise Triebwerksgeräusche erzeugen oder wie eine Ente quaken. Die Geräusche verändern sich, je nachdem, wie wir die Sets drehen und bewegen.
Farbsensor ermöglicht neue Spielerlebnisse
Beim X-Wing etwa nutzt Lego auf schlaue Art und Weise auch den im Smart Brick verbauten Farbsensor. Dieser erkennt die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau. Beim X-Wing wird der Smart Brick nach vorne geschoben, wenn wir auf einen Feuerbutton drücken; dabei wird der Sensor vor einen roten Stein geschoben, den der Smart Brick dann erkennt. Durch den X-Wing-Smart-Tag ist der Smart Brick so konfiguriert, dass dann ein Bordgeschützgeräusch wiedergegeben wird.
Die Betonung liegt auf "wiedergegeben", nicht "abgespielt": Der Smart Brick spielt keine vorgefertigten Aufnahmen ab, sondern verwendet einen Synthesizer, um Geräusche und auch Stimmen zu erzeugen. Bei der verwendeten Sprache handelt es sich um Kauderwelsch und nicht um eine spezifische Sprache.

Das Prinzip mit dem Farbsensor nutzt Lego bei mehreren seiner Smart-Play-Modelle, etwa beim Tie Fighter oder bei Star-Wars-Bodengeschützen. Schießen wir etwa mit dem Tie Fighter auf den X-Wing (oder ein Geschütz), erkennt der Smart Brick im X-Wing den Treffer. Nach mehreren Treffern gibt es eine kleine Explosion. Das funktioniert in jeder Kombination von Fahrzeugen, auf die geschossen wird.
Die Farbcodierung verwendet Lego auch bei einem kleinen Reparaturwagen, dessen grüner Hammer den X-Wing anschließend reparieren kann – entsprechende Geräusche werden erzeugt. Über einen Tankschlauch mit blauem Stutzen können wir den Raumgleiter auftanken; auch hier erzeugt der Synthesizer im Smart Brick ein entsprechendes Geräusch.