Lego Minifigures angespielt: Abenteuer mit rund 100 Klassen
Wir haben ein Problem: Fiese Freibeuter, hungrige Affen und ein paar Skelettkrieger starten in der Piratenwelt einen Großangriff auf uns. Für uns als Minimechaniker besteht trotzdem keine Gefahr, denn mit unserer Spezialfähigkeit zaubern wir ein Motorrad herbei und überfahren einen Teil der Feinde. Dann wechseln wir per Tastendruck zu einem Akrobaten, der mit einem Riesensprung den Boden beben lässt und die Feinde betäubt, so dass wir sie in Ruhe erledigen können.
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Mechaniker und Akrobat, sofortiger Wechsel? Für Onlinerollenspiele ist das nicht gerade typisch. Trotzdem sind es Bestandteile von Lego Minifigures, das derzeit beim norwegischen Entwicklerstudio Funcom(öffnet im neuen Fenster) entsteht, welches sonst für große, düstere Titel wie Age of Conan und The Secret World bekannt ist. Das MMO rund um die Plastik-Minifiguren wird natürlich in offizieller Zusammenarbeit mit Lego entwickelt, und zwar für Windows-PC sowie Tablets unter iOS und Android – alle Spieler treten in der gleichen Welt auf dem gleichen Server an, ein nahtloser Wechsel der Plattform soll jederzeit möglich sein.
Lego Minifigures wird Free-to-Play. Natürlich sagen bei der Präsentation auch die Funcom-Mitarbeiter das Sprüchlein jedes Free-to-Play-Entwicklers auf: dass nämlich alle Inhalte auch ohne Echtgeld erreichbar seien. Wie sich das tatsächlich verhält, wird sich zeigen. Möglicherweise setzt das Programm eher auf Codes in Verpackungen der "echten" Minifiguren statt auf einen klassischen Item-Shop. Details will der Hersteller erst später bekanntgeben.
Die auffälligste Besonderheit des Programms ist die Masse an Klassen. Rund 100 soll es geben, darunter Ritter, Kapitän, Operndiva, Geist, als Biene verkleidete Frau, Baseballspieler, Hellseherin, Polizist, Kampfroboter und so weiter. Sie sind grob in drei Gruppen unterteilt: Einige Figuren sind besonders als Verteidiger geeignet – also das, was in klassischen MMORPGs der Tank ist. Als Zweites gibt es die Damage Dealer, die in Lego Minifigures Striker heißen.
Neue Gegenstände aus Lego bauen
Und dann gibt es die Builder, die vielleicht spannendste Gruppe. Mit ihr lässt sich aus den Objekten der Spielwelt Neues bauen. Wer etwa Legosteine am Strand sammelt, soll daraus ein Schiff basteln können. Das Ganze funktioniert nach den offiziellen Regeln von Lego, die in der echten Welt gelten. Leider konnten wir just diesen spannenden Aspekt in der anspielbaren Version noch nicht ausprobieren, weil die Entwickler noch daran arbeiten.
Beim Spielen haben wir jederzeit drei Figuren zur Verfügung, zwischen denen wir nahtlos wechseln können. Jede verfügt über zwei Hauptangriffe: Die als Biene verkleidete Kunststofffrau etwa kann Honig auf den Boden ausschütten und so Feinde verlangsamen und ihnen dann mit dem Wurf von Blütenstaub Schaden zufügen. Je länger wir die rechte Maustaste mit dem Angriff halten, desto stärker fällt die Attacke aus, was in maximal drei Stufen resultiert.
Das Programm soll sowohl für Einzelspieler als auch für Gruppen ausgelegt sein. Neben Kämpfen gegen computergesteuerte Gegner (PvE) soll es möglich sein, sich mit anderen Spielern anzulegen, also PvP. Auch größere Schlachten mit Oberbossen gibt es, wir haben etwa ein eher süß aussehendes Riesen-Tentakel-Monster gesehen und uns selbst mit einem bösen Indianer-Totem herumgeschlagen, das immer neue Feinde ausgespuckt hat.
Das alles passiert aus der Vogel-Perspektive in Umgebungen wie einer Piratenwelt, einem Vulkan, Eislandschaften und Karibikinseln, Mittelalterstädten und Dschungeln. Sogar in Geister-Gruftwelten und im All sollen wir unterwegs sein – und dort mit unserem Lego-Astronauten von Asteroid zu Asteroid hüpfen können.
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