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Lego-kompatibel: Klemmbaustein mit Display zeigt künstlichen Horizont

Der kleine, Lego -kompatible Klemmbaustein hat ein kleines Display eingebaut, auf dem ein funktionierender künstlicher Horizont läuft.
/ Tobias Költzsch
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Diese Lego-Stormtrooper würden sich über einen künstlichen Horizont sicher freuen. (Bild: Pixabay)
Diese Lego-Stormtrooper würden sich über einen künstlichen Horizont sicher freuen. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Der Bastler und Entwickler James Brown hat eine neue Kreation seiner Lego-kompatiblen Klemmbausteine mit eingebautem Display vorgestellt. Der neue Stein spielt nicht nur ein vorprogrammiertes Video ab, sondern ist ein offenbar funktionstüchtiger künstlicher Horizont.

Wie Brown in einem kurzen Video(öffnet im neuen Fenster) auf seinem Youtube-Kanal zeigt, reagiert der künstliche Horizont auf Bewegungen und zeigt die Lage entsprechend an. Das Display ist, wie bei anderen Kreationen Browns, in einem Stein eingebaut, der eine schräge Front hat. Dadurch wirkt die Anzeige realistischer.

Den Stein mit dem künstlichen Horizont hat Brown neben einem seiner älteren Modelle montiert, das einen Monitor mit Radar anzeigt. Dieser Klemmbaustein gibt lediglich die aufgespielten Inhalte wieder, während der neue Stein tatsächlich auf die Veränderung der Umgebung reagiert.

Steine bestehen aus Platinen und Kunstharz

Zu den technischen Details hat Brown keine Informationen veröffentlicht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der neue Klemmbaustein nach dem gleichen Prinzip gefertigt wird wie die bisherigen(öffnet im neuen Fenster) : Brown fertigt aus Platinen und einem OLED-Display mit einer Auflösung von 72 x 40 Pixeln ein Grundgerüst, das er anschließend in einer Silikonform in Kunstharz ausgießt.

Das Harz ist transparent, so dass das Schwarz-Weiß-Bild des kleinen Displays auch durch die dünne Kunststoffschicht sichtbar ist. Als Prozessor kommt ein RP2040 der Raspberry Pi Foundation zum Einsatz, der unter anderem auch im Entwicklerboard Pico verwendet wird. Die Software wird vor dem Guss aufgespielt, die Stromversorgung erfolgt über Kontakte in den Noppen der Steine.

Frühere Steine von James Brown ließen sich auch mithilfe von Berührungen auf der Oberseite steuern – unter anderem, um die Anzeige zu ändern. Inwieweit der Stein mit künstlichem Horizont über diese Funktion verfügt, ist nicht bekannt. Brown verkauft seine Steine bislang nicht, in seinem Github(öffnet im neuen Fenster) hat er allerdings Software für die Ansteuerung des kleinen Displays sowie die Touch-Steuerung veröffentlicht.


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