• IT-Karriere:
  • Services:

Was nicht so gut funktioniert

Obwohl der Spike Prime Hub mit seinen sechs Anschlüssen mehr Möglichkeiten eröffnet als das ältere Mindstorms-System oder der Power-Functions-Nachfolger Control+ für die Lego-Technic-Reihe, gibt es noch deutliche Einschränkungen. So fehlen (wie auch den anderen PF2-basierten Systemen) unter anderem Verlängerungskabel und Verteilermodule.

Stellenmarkt
  1. Webasto Group, Planegg bei München
  2. über eTec Consult GmbH, Dreieck Detmold, Gütersloh, Paderborn

Die festen Kabellängen an Motoren und Sensoren schränken die Baumöglichkeiten massiv ein. Stecker zu stapeln, wie es bei den Vorgänger-Steckerstandards möglich war, geht nicht mehr. So lassen sich nicht gleichzeitig mehrere Motoren oder Lichter ansteuern, ohne gleich mehrere Hubs parallel zu verbauen.

Was ebenfalls fehlt, und das nicht nur erwachsenen Modellbauern, ist eine einfach zu nutzende Fernbedienung - und sei es als App auf dem Smartphone. Denkbar wäre zum Beispiel, dass sich die Bluetooth-Fernbedienung des Powered-Up-Systems mit dem Spike-Prime-Hub koppeln ließe.

Ohne App oder haptische Fernsteuerung lassen sich Fahrzeuge derzeit nur per Programmcode steuern, was den Fahrspaß deutlich trübt. Hier zeigen die Apps von Konkurrenz-Steuerbausteinen wie Sbrick oder Buwizz, dass es auch anders geht.

Gerade die Buwizz-App sei hervorgehoben, da sie sich nicht nur auf den gleichnamigen Steuerbaustein versteht, sondern auch das Control+-System steuern kann. Noch funktioniert sie nicht auf dem Spike Prime Hub, was aber eventuell nur eine Frage der Zeit ist.

Nicht immer gut verbunden

In unserem Test hat die Bluetooth-Verbindung zwischen dem Spike-Prime-Hub und der Apple-Hardware immer gut geklappt. Laut einigen Berichten läuft es mit Android-basierten Systemen nicht immer so reibungslos. Da braucht es wohl ab und an mehrere Versuche, bis sich beide Geräte verstehen. Auch mit Windows gibt es offenbar Probleme.

An der Kommunikation scheint es auch an anderer Stelle systemunabhängig noch ein wenig zu hapern. So klappte die Firmware-Aktualisierung unter Mac OS Catalina sofort und ohne Probleme, unter dem Vorgänger Mojave dagegen meldet das Spike-Prime-Programm eine notwendige Firmware-Aktualisierung, die aber fehlschlägt.

Außerdem meldet die Software eine Firmware-Version 0.0.0 - obwohl die aktuelle Firmware installiert ist. Auch beim Ladestand des Akkus sind sich die Rechner uneins. Der Mojave-Mac meldet 100 Prozent, das Tablet via Bluetooth und der Catalina-Rechner über USB zeigen jeweils 60 Prozent an. Von diesen zum Glück eher kleineren Kommunikationsproblemen abgesehen funktioniert die Spike-Software auf Mac und iPad bisher problemlos.

Spike Prime vs. EV3

Bleibt die Frage, ob Spike Prime der Nachfolger oder gar eine Konkurrenz zum aktuellen, aber schon etwas in die Jahre gekommenen System Mindstorms EV3 ist. Laut Hersteller nicht. Demnach füllt Spike Prime die Lücke zwischen WeDo 2.0, das sich an Schüler und Schülerinnen der Grundstufe bis etwa zu vierten Klasse richtet, und eben EV3, das seinen Einsatz in der Oberstufe und in der Hochschulausbildung findet.

Dennoch finden wir: Mit ein paar Erweiterungen in Sachen Aktoren und Sensoren sowie einer Programmierumgebung, die direkt die Programmierung mit Micropython ermöglicht, hat Spike Prime durchaus Potenzial, das altehrwürdige EV3 abzulösen. Allerdings hat EV3 eine riesige Fangemeinde sowohl im Bildungsbereich als auch in der Lego-Modellbauerszene.

  • Halb voll: die Aufbewahrungsbox des Sets LEGO Spike Prime samt Inhalt nach dem Öffnen. (Bild: Jan Rähm)
  • In die praktischen Einleger kommen die ersten acht Tütchen. Schön zu erkennen sind die sehr exotischen Farben des Sets. (Bild: Jan Rähm)
  • Der Rest der Teile sowie Motoren, Sensoren, Hub und auch der Inhalt einer ominösen Tüte 13 kommen lose in die Box. (Bild: Jan Rähm)
  • Läuft! Bereits im Auslieferungszustand meldet sich der Hub mit einem einfachen Testprogramm für die elektronischen Komponenten. (Bild: Jan Rähm)
  • Geht, geht nicht - die Sensoren schalten die Motoren im Testprogramm an und aus, der optische und der Tastsensor erlauben auch eine Regelung der Ausgangsleistung. (Bild: Jan Rähm)
  • Das Kernstück: der Lego Spike Prime Hub von oben und unten. (Bild: Jan Rähm)
  • Mit sechs variabel nutzbaren Anschlüssen ist der Hub bei Spike Prime allen anderen Serien in Teilen überlegen. (Bild: Jan Rähm)
  • Vorder- und Rückseite sind eher unspektakulär und zeigen lediglich den USB-Port mit Kennzeichnung - einmal geprägt ... (Bild: Jan Rähm)
  • ... und einmal als Aufkleber. (Bild: Jan Rähm)
  • Unser erstes Bauprojekt ist ein kleiner Hüpfer! (Bild: Jan Rähm)
  • Er ist sozusagen ein Hub auf Beinchen. (Bild: Jan Rähm)
  • Treffen der Generationen und ein Fremder: die mehr oder weniger smarten Batterieboxen beziehungsweise Hubs von Lego. Von links oben nach rechts unten: Mindstorms NXT, Spike Prime, Mindstorms EV3, Powered Up, Control+, Power Functions, Buwizz (nicht Lego) (Bild: Jan Rähm)
  • Von links oben nach rechts unten: Mindstorms EV3, Buwizz (nicht Lego), Spike Prime, Mindstorms NXT, Power Functions, Control+, Powered Up (Bild: Jan Rähm)
  • Lego Education im Lauf der Jahre (Bild: Lego/Lego Education)
Treffen der Generationen und ein Fremder: die mehr oder weniger smarten Batterieboxen beziehungsweise Hubs von Lego. Von links oben nach rechts unten: Mindstorms NXT, Spike Prime, Mindstorms EV3, Powered Up, Control+, Power Functions, Buwizz (nicht Lego) (Bild: Jan Rähm)

Zudem gibt es zahllose zusätzliche Hardware-Module von Drittherstellern und Software-Unterstützung seitens der Open-Source-Szene wie auch von Herstellern proprietärer Lösungen. Noch etwas spricht für EV3: Dank eines USB-Host-Anschlusses kann das System um WLAN-Funktionalität erweitert werden. Auch lassen sich zwei EV3-Module via Funk koppeln, was bei Spike Prime derzeit noch nicht möglich ist - oder die entsprechende Möglichkeit wurde von uns noch nicht entdeckt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Programmieren für AnfängerStolzer Preis 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 2.174€

mrballz 20. Mai 2020

wie auf jedem ordinärem bus-system, mittels zeitfenstern für jedes beim host angemeldete...

minnime 14. Mai 2020

Die Erklärung passt so aber das hat eben alles nichts mit Parallelisierung zu tun. Ne...

JanX 14. Mai 2020

Äpfel? Birnen? Das eine ist das mechanische System, dem LEGO seit Anfang an treu...

JanX 14. Mai 2020

Da bin ick mal gespannt :)

ap (Golem.de) 14. Mai 2020

Magst du das noch mal hier los werden?


Folgen Sie uns
       


Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020)

Wir haben den Fortschritt in Grünheide dokumentiert.

Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020) Video aufrufen
    •  /