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Lego Boost im Test: Jede Menge Bastelspaß für eine kleine Zielgruppe

Legos neues Roboterset macht Spaß, so viel sei schon verraten. Unterm Weihnachtsbaum dürfte es aber trotzdem viele Tränen geben. Und im Zweifel eine hohe Mehrausgabe nach sich ziehen.

Ein Praxistest von veröffentlicht am
Lego Boost Katzenmodell
Lego Boost Katzenmodell (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit dem Boost-Set bringt Lego ein Roboter-Bauset in den Handel, das sich an 7- bis 14-jährige richtet und nicht so teuer ist wie das etablierte Mindstorms-System. Vorbild war das bereits seit vorigem Jahr erhältliche Lego WeDo-2-Set, das sich allerdings vor allem an Schulen richtet. Das klingt vielversprechend. Wir haben getestet, ob Boost der konkurrierendenJimu-Serie von UBTech überlegen ist - sind dabei jedoch auf eine entscheidende Hürde gestoßen, bevor wir überhaupt mit dem Basteln loslegen konnten.

Inhalt:
  1. Lego Boost im Test: Jede Menge Bastelspaß für eine kleine Zielgruppe
  2. Bunte Bausteine kreativ zusammenstecken
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Mit Lego Boost sollen wir nicht nur basteln, sondern auch die Grundprinzipen der Programmierung lernen. Dafür enthält das Set elektronische Bausteine, mit denen wir unsere Modelle per zugehöriger App interaktiv machen.

Tablet ist Pflicht

Der Lego-Karton ist recht groß. Doch die Packung ist gerade mal zur Hälfte ausgefüllt, eine Aufbewahrungsbox wie beim WeDo-Set fehlt. Der Grund für den Platzbedarf ist eine große, gefaltete Karte mit Schachbrettmuster. Nachdem wir die Beutel geleert haben, liegt aber ein großer Haufen an Bauteilen auf unserem Fußboden.

Wir wollen die Boost-App installieren. Glücklicherweise haben wir einen Blick auf den Karton geworfen, bevor wir ihn zum Testen mit nach Hause nahmen, und den Hinweis auf ein erforderliches Tablet gesehen. Wir haben also ein Android-Tablet dabei und wollen loslegen. Stutzig werden wir, als uns die App nicht in Googles Play-Store angeboten wird. Wir werfen einen Blick auf die Lego-Webseite mit den unterstützten Geräten. Die Liste der unterstützten Android-Geräte enthält nur Topgeräte, dasselbe gilt für die unterstützen iPads. Unser Tablet ist natürlich nicht dabei.

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Was folgt ist eine mehrtägige Odyssee. Wir probieren mehrere Android-Geräte aus. Teilweise gelingt die App-Installation. Doch selbst mit einem Pixel-C-Tablet funktioniert es nicht, obwohl es auf der Liste der kompatiblen Geräte steht.

Die Installation klappt zwar, die App startet, und schließlich landen wir im Hauptmenü. Dort sind aber alle Optionen bis auf das Tutorial ausgegraut. Wir starten es. Zuerst müssen wir Batterien in den Hub, das zentrale Funk- und Rechnermodul des Sets, einsetzen. Dazu brauchen wir einen Schraubendreher. Das ist der leichte Teil, sechs AAA-Batterien zu finden, der schwerere. Die Packung weist auf die erforderlichen Batterien hin, aber nicht auf die Menge.

  • Lego-Boost-Katze in freier Wildbahn (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele, viele Bausteine warten auf den Zusammenbau (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das elektronische Herz der Modelle: Hub, Farb-/Entfernungssensor und Motor (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Baugruppen zusammen setzen ist manchmal fummelig (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Katze sitzt auf der beiliegenden Navigationskarte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Modelle glänzen mit kleinen gestalterischen Details (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Modelle glänzen mit kleinen, cleveren Details (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gelegentlich bauen wir auch Zubehör zusammen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hauptmenü der Boost-App (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Der Bau ist in Lernabschnitt unterteilt... (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • ... die wiederrum aus Teilabschnitten bestehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Die Anleitung selbst besteht aus den bekannten statischen Zeichnungen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Der Programmiereditor (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
Lego-Boost-Katze in freier Wildbahn (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenig Glück mit Android

Sind die Batterien in den Hub von Lego Boost eingelegt, müssen wir den grünen Schalter drücken. Er blinkt, in der App passiert nichts weiter. Schließlich kommt ein Hinweis auf die Hilfe-Webseite von Lego zu wechseln. Das tun wir, zuerst müssen wir aber ein einfaches Rechenrätsel lösen. Nutzer der App kommen also nicht aus Versehen ins Internet, Eltern dürfte das gefallen.

Doch die Hilfeseite bringt uns auch nicht weiter. Wir schließen den Browser und hoffen, dass wir eventuell auf eine Einstellungsseite oder etwas Ähnliches in der App zugreifen können. Doch wir stecken in einer Bedienungssackgasse. Vom Hinweisdialog kommen wir nicht zurück zum Hauptmenü. Wir geben auf.

Wir sind an dieser Stelle frustriert. Boost scheint sich technisch nicht wesentlich von WeDo zu unterscheiden. Auch das WeDo-Set erfordert ein Tablet, bietet aber auch Anwendungen für Windows und MacOS an. Boost ist in dieser Hinsicht ein eindeutiger Rückschritt.

Letzter Ausweg: iPad

Schließlich wird in der Redaktion ein iPad frei, damit klappt es! Wir folgen wieder den Anweisungen und als wir diesmal den grünen Knopf auf dem Hub drücken, meldet uns die App eine Sekunde später erfolgreichen Verbindungsaufbau. Endlich können wir mit dem Bauen loslegen!

Bunte Bausteine kreativ zusammenstecken 
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Summ75 26. Dez 2017

Also nachdem ich heute mein Fire 7 (5.Generation) auf den Werkszustand zurück gesetzt...

Kondratieff 27. Sep 2017

Glückwunsch an den Herrn Ritter Papa :D

TelosNox 26. Sep 2017

Mein Galaxy Tab A hat auch Android 7, daran kanns nicht liegen. Aus meiner Sicht liegt...

t3st3rst3st 26. Sep 2017

Du wolltest die Anleitungen. Um den Test geht es überhaupt nicht. Es geht nur darum das...

Lapje 26. Sep 2017

Es unterscheidet sich deutlich. Bei Boost werden alle Berechnungen auf dem Tablet...


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