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Bunte Bausteine kreativ zusammenstecken

Im Tutorial bauen wir nur kleinere Modelle und unternehmen erste Schritte im grafischen Programmier-Editor. Wir wollen uns hier erst einmal mit der Bauanleitung und dem Editor vertraut machen. Bis auf den Verbindungsaufbau läuft alles ohne Text ab. Im Editor vermittelt uns eine virtuelle Hand, welchen Programmierblock wir wohin schieben müssen.

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Schließlich werden auch die übrigen Bauanleitungen im Hauptmenü freigeschaltet. Uns gefällt, dass Lego bei Boost nicht nur die üblichen rollenden Robotermodelle anbietet. Wir können stattdessen auch eine Katze, eine Gitarre und ein Fabriklaufband bauen. Insbesondere bei der Gitarre und der Katze herrscht ein kreativer und cleverer Umgang mit den Farb-, Entfernungs- und Bewegungssensoren. Auch die Motoren können als Bedienungselemente verwendet werden. Uns stört eigentlich nur, dass zwei der drei Motoren im Hub stecken, der bereits durch das Batteriefach recht groß und deshalb insgesamt ein wuchtiger Block ist.

Altmodische Zeichnungen statt 3D

Lego verwendet, im Gegensatz Jimu, bei den Anleitungen klassische perspektivische 2D-Zeichnungen. Wir können weder zoomen noch den Blickwinkel ändern, es gibt auch keine Animationen. Bei Jimu waren wir uns nie ganz sicher, ob es sich bei diesen Funktionen nicht um ein Gimmick handelt. Aufgrund der Baugruppen-orientierten Bauweise bei Lego hätten wir die Funktionen nicht nötig gehabt - fast nicht. Denn gelegentlich wären sie doch von Vorteil gewesen. Die Boost-Modelle sind bunt und detailreich - an sich ist das ein Pro-Argument - doch manchmal leidet darunter die Übersichtlichkeit beim Bau. Mehr als einmal fragen wir uns, wo denn jetzt ein neues Bauteil hingehört oder wie wir zwei Baugruppen zusammenstecken sollen. Ein veränderbarer Blickwinkel oder eine Animation hätten da geholfen.

  • Lego-Boost-Katze in freier Wildbahn (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele, viele Bausteine warten auf den Zusammenbau (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das elektronische Herz der Modelle: Hub, Farb-/Entfernungssensor und Motor (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Baugruppen zusammen setzen ist manchmal fummelig (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Katze sitzt auf der beiliegenden Navigationskarte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Modelle glänzen mit kleinen gestalterischen Details (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Modelle glänzen mit kleinen, cleveren Details (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gelegentlich bauen wir auch Zubehör zusammen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hauptmenü der Boost-App (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Der Bau ist in Lernabschnitt unterteilt... (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • ... die wiederrum aus Teilabschnitten bestehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Die Anleitung selbst besteht aus den bekannten statischen Zeichnungen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
  • Der Programmiereditor (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)
Der Programmiereditor (Bild: Martin Wolf/Golem.de, Lego)

Ein anderer Aspekt des Detailreichtums sowie des klobigen Hubs ist das daraus resultierende Gewicht. Die Katze ist zum Beispiel deutlich schwerer, als sie aussieht, einem Siebenjährigen könnte sie öfters aus der Hand fallen. Auf der anderen Seite haben wir stets das Gefühl, für den Kaufpreis bekommen wirklich ordentlich (Bau-)Material zu bekommen.

Kleine Erfolgserlebnisse, aber kein roter Faden

Ein anderes Merkmal in der App gefällt uns ebenfalls. Die jeweiligen Anleitungen bestehen aus mehreren Teilabschnitten. Wir bauen zum Beispiel zuerst den Steg der Gitarre mit dem Farbsensor. Am Ende des Abschnittes müssen wir ein kleines Programm erstellen und testen damit den Farbsensor. Im zweiten und dritten Teil kommen weitere Elemente der Gitarre hinzu, auch hier werden jeweils die verbauten Elektronikelemente einzeln getestet. Haben wir also einen Baufehler gemacht oder die Verkabelung vergessen, merken wir das recht früh. Und wir werden schrittweise an die modellspezifischen Programmierblöcke herangeführt.

Bei der Anleitung für die Katze zum Beispiel schließen sich noch eine Vielzahl weiterer Teile an, um Zubehör zu bauen und damit die Katze zu modifizieren. Auch dabei werden weitere Programmierblöcke vorgestellt.

So sehr es uns gefällt, die Modelle zu modifizieren und all die Programmieroptionen auszuloten, ein roter Faden, ein Programmierkurs im klassischen Sinne, fehlt in der App. Wir wissen weder, in welcher Folge die Modelle gebaut werden sollten, noch gibt es eine strukturierte Einführung in die Programmierung, selbst eine simple Übersicht fehlt. All das existiert in der WeDo-App, selbst Ubtechs Jimu-App bietet einige Alibi-Hilfetexte und Übersichten.

Im Optik-Vergleich gewinnt die Boost-App allerdings wieder: Die sympathische grafische Gestaltung passt besser zum Kinderzimmer als die klinische weiße Aufmachung der WeDo-App oder der technisch graue Look der Jimu-App.

Was bereits der WeDo-App fehlt, holt auch die Boost-App nicht nach. Ein Steuerpult, um Aktoren direkt anzusteuern, gibt es in der Boost-App nicht. Wer ein ferngesteuertes Auto baut, muss es programmieren, einfach mal herumfahren geht nicht. Diese Funktion bietet allerdings mittlerweile jedes Roboterset, das wir in der Vergangenheit getestet haben.

Und wie auch schon bei WeDo ist Boost nicht kompatibel mit Lego Mindstorms. Selbst elektronische Bausteine aus WeDo können mit der Boost-App nicht genutzt werden, wie auch umgedreht. Obwohl die technische Basis anscheinend die gleiche ist.

 Lego Boost im Test: Jede Menge Bastelspaß für eine kleine ZielgruppeVerfügbarkeit und Fazit 
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Summ75 26. Dez 2017

Also nachdem ich heute mein Fire 7 (5.Generation) auf den Werkszustand zurück gesetzt...

Kondratieff 27. Sep 2017

Glückwunsch an den Herrn Ritter Papa :D

TelosNox 26. Sep 2017

Mein Galaxy Tab A hat auch Android 7, daran kanns nicht liegen. Aus meiner Sicht liegt...

t3st3rst3st 26. Sep 2017

Du wolltest die Anleitungen. Um den Test geht es überhaupt nicht. Es geht nur darum das...

Lapje 26. Sep 2017

Es unterscheidet sich deutlich. Bei Boost werden alle Berechnungen auf dem Tablet...


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