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Legacy: Peter Molyneux verkauft Blockchain-Bauland

Der Erfinder der God-Games hat neue Ideen: Peter Molyneux arbeitet am NFT-basierten Legacy - mit eigener Kryptowährung.

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Artwork von Legacy (Bild: Gala Games)

In der Community stößt die Verwendung von Blockchain und Non-Fungible Token (NFT) in Games auf Widerstand - das hat gerade erst Ubisoft bei Breakpoint erfahren.

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Nun meldet sich der Spieledesigner Peter Molyneux mit einer Ankündigung: Er will seine Wirtschaftssimulation Legacy ganz auf Blockchain ausrichten - und gleich mit dem Verkauf von virtuellem Baugrund beginnen.

Molyneux arbeitet mit seinem Entwicklerstudio 22can schon länger an Legacy, bereits 2019 hatte er es in einem Video vorgestellt. Im Frühjahr gab es Berichte, dass sich 22cans von Mitarbeitern trennen muss - was die Vermutung nahelegt, dass es auch bei der Produktion von Legacy gewisse Probleme gegeben haben könnte.

Bislang war bei Legacy nicht von Blockchain-Elementen die Rede. Molyneux stellt diese Elemente nun in einem Blog sehr ausführlich vor. Es solle virtuelles Land an die Spieler verkauft werden, mit dem man dann "ein Geschäftsimperium aufbauen kann, wie es die Welt noch nicht gesehen hat". Damit soll man dann auch ausdrücklich "echtes Geld" verdienen können.

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Das Land solle als NFT eindeutig einem Besitzer zugeordnet werden können. Aber auch für das Ingame-Geld komme Blockchain zum Einsatz, und zwar in Form einer auf Ethereum basierenden Währung mit dem Namen Legacy Coin.

Beim Publisher von Legacy, einem Unternehmen namens Gala Games, gibt es einen Itemshop, in dem tatsächlich Inhalte für Legacy angeboten werden. Land ist mit "Sold out" markiert - ob das tatsächlich jemand gekauft hat, ist nicht ganz klar.

Erfinder von Populous und Syndicate

Peter Molyneux galt eine Zeit lang als der bekannteste und beliebteste Spieledesigner überhaupt, der hinter Erfolgstiteln wie Populous, Syndicate, Magic Carpet und Fable steckte. In den vergangenen Jahren hat er seinen Ruf aber durch nicht gehaltene Versprechen und halbseidene Projekte nachhaltig beschädigt.

Video: Curiosity - what's inside the cube - Angespielt [1:08]

So stellte er 2012 ein Spiel namens Curiosity vor, bei dem der Gewinner einen "lebensverändernden" Preis bekommen sollte. Später stellte sich heraus, dass der Sieger tatsächlich nur eine kleine Umsatzbeteiligung an Curiosity erhalten sollte - laut einem Bericht Jahre später hat der Gewinner aber überhaupt kein Geld erhalten.