Probleme mit dem Ton
Der Legacy Cut geht noch ein wenig weiter. Nicht nur ist die Farbkorrektur nun so, dass der Film gänzlich aus einem Guss ist, auch einige Effekte wurden nachbearbeitet. Das Ganze wurde für 4K aufbereitet und remastered – im Legacy-Cut sieht der Film besser aus, zumindest, wenn man die größte Version mit fast 50 Gigabyte heruntergeladen hat.
Je größer die Datei, desto besser auch der Ton. Bei der Fassung mit 10 Gigabyte hat der Ton das Problem, dass die Dialoge relativ leise, die Musik aber laut abgemischt ist.
Die primäre und empfohlene Tonspur ist AAC 5.1. Zusätzlich gibt es eine zweite AC-3-5.1-Tonspur sowie eine Stereo-2.0-Spur. Version 3 enthält außerdem eine vierte Tonspur mit unkomprimiertem TrueHD-Audio.
Alle drei Versionen verfügen zudem über einen Audiokommentar der Fans und Filmkritiker Oliver Harper und Rob Hill. Er wurde mit ihrer Zustimmung hinzugefügt, basiert auf dem Kommentar zum Assembly Cut und wurde zwar so gut wie möglich synchronisiert, bezieht sich jedoch auf ihre Sichtung des Assembly Cut und nicht auf den Legacy Cut.
Der Blick des Aliens
Im Film gibt es mehrmals Szenen aus der Perspektive des Aliens. In der Kinofassung, aber auch im Assembly Cut sind diese Szenen normal eingefärbt – sie sehen aus wie der Rest des Films.
Im Legacy Cut hat man einen roten Filter darübergelegt, der auch illustrieren soll, dass das Alien nicht klassisch sieht – es hat ja nicht mal Augen!
Das Ende
Eine wichtige Änderung gibt es auch beim Finale. In der Kinofassung war es so, dass Ripley in den Schmelzofen springt, und man sieht, wie die Königin aus ihrer Brust hervorbricht und sie versucht, das Biest festzuhalten. Dieser Moment fehlt beim Assembly Cut. Hier stürzt Ripley nur in ihr Verderben. Der Legacy Cut korrigiert das und erschafft so etwas, was man als das Beste beider Welten ansehen könnte.
Der Legacy Cut ist sowohl der Kinofassung als auch dem Assembly Cut überlegen. Der Film fühlt sich runder an, er kommt jetzt vielleicht dem am nächsten, was David Fincher im Jahr 1992 am liebsten ins Kino gebracht hätte.
Der Legacy Cut steht in der Tradition anderer Fan-Fassungen – schon vor Jahrzehnten gab es beispielsweise einen Fan-Edit von Star Wars: Episode I , der Jar Jar Binks fast vollständig entfernte.
Offiziell ist das nicht, aber ein faszinierender Blick auf das, was hätte sein können, nur dass das heutzutage auch hervorragend aussieht, wenn die Macher Zeit, Herzblut und Passion in das Projekt einer solchen Fan-Fassung fließen lassen.
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