Leere Gasspeicher: Kalter Winter, hoher Gasverbrauch, keine Panik
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Absehbar war die aktuelle Situation mit ungewohnt leeren Gasspeichern bei einer weiter andauernden Heizperiode bereits im letzten Sommer. Die Bundesregierung, und auch ihre Vorgängerregierung, hatten die strengen Vorgaben für die Befüllung der deutschen Gasspeicher gelockert.
Das sollte Spekulationen entgegenwirken, die den Gaspreis auch in den Sommermonaten, in denen der Verbrauch erheblich sinkt, auf hohem Niveau gehalten hatten. Schließlich wären die Betreiber der Speicher verpflichtet gewesen, Gas einzukaufen, die Nachfrage ist also trotz allem hoch.
Selten waren Speicher leerer
Als es im November 2025 schließlich kalt wurde, waren die Speicher nur zu 75 Prozent(öffnet im neuen Fenster) gefüllt. Am 8. Februar 2026 betrug der Füllstand 27 Prozent(öffnet im neuen Fenster) , was ausgehend vom maximalen Speichervermögen von 250 Terawattstunden noch Reserven von weniger als 70 Terawattstunden macht.
Das entspricht ziemlich exakt der Menge, die im Frühjahr 2022(öffnet im neuen Fenster) als niedrigster Wert für den Füllstand verzeichnet wurde. Nur dass damals die Gaspreise förmlich explodierten.
Diesmal könnte der Rekordtiefstand vom 3. April 2018 erreicht werden. Damals lag der Füllstand bei 14 Prozent, bevor die Bestände wieder aufgestockt wurden.
Kalt, aber nicht so kalt
Auch vor einem kalten Winter war gewarnt worden, zum Beispiel in der Tagesschau(öffnet im neuen Fenster) . Zu der Zeit hätten jedoch Porenspeicher wie in Rehden(öffnet im neuen Fenster) , der allein 20 Prozent der deutschen Kapazitäten ausmacht, gar nicht mehr gefüllt werden können, weil das Befüllen einen ganzen Sommer dauert. Im November 2025 war er aber erst zu einem Viertel befüllt.
Am Ende kam die große Kälte nicht. Zwar war es Anfang 2026 kälter als in vielen Wintern davor und Seen oder Wasserstraßen froren wieder einmal zu. In Summe lag der Januar 2026 aber nur minimal unter dem langjährigen Mittelwert(öffnet im neuen Fenster) . Das ist auch einer milden Phase mit zweistelligen Plustemperaturen Mitte Januar geschuldet.
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