Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Rahmenbedingungen am Gasmarkt ganz anders

Dennoch bleibt es kalt, die Heizungen laufen und der Gasverbrauch überschreitet an vielen Tagen die Importmengen(öffnet im neuen Fenster) . Dem Gaspreis merkt man das jedoch nicht an. Seit dem letzten Tiefstand Ende 2025 ist er von 2,8 auf 4,2 Cent je Kilowattstunde gestiegen.

Das sind 50 Prozent mehr, aber kein Vergleich zu den 23 Cent im Frühjahr 2022 oder den 34 Cent im Sommer desselben Jahres, als die Gasimporte aus Russland ganz ausblieben. Aber genau diese Lücke wurde geschlossen, obwohl der Verbrauch an Gas bisher nicht gesunken ist. Im Gegenteil: Anfang 2026 liegt er sogar über dem langjährigen Durchschnitt.

Viele Quellen, weniger Risiko

Die Importe aus Norwegen, Belgien, den Niederlanden und über Flüssiggasterminals mit Lieferungen aus den USA, Algerien oder Katar decken in Summe zwar nicht den aktuellen Verbrauch. Zudem waren die Importwerte im Frühjahr 2022 sogar 50 Prozent höher.

Aktuell fehlt aber die Panik, die zum damaligen Zeitpunkt nicht nur den Gaspreis gepackt hatte, dass die Lieferungen aus Russland jederzeit ausbleiben könnten. Mittlerweile kommt das Gas nicht mehr größtenteils aus einem, sondern wesentlich verteilter aus zahlreichen Ländern, auch von direkten Nachbarn. Entsprechend stieg der Gaspreis im Winter zwar, weil die Nachfrage jetzt höher ist, aber marktüblich.

Denn der Ausblick ist kein schlechter: Bleibt es wider Erwarten so kalt wie im Januar, müssen die Speicher jeden Tag eine Lücke von 1 Terawattstunde ausgleichen. Das könnten sie nach jetzigem Stand noch zwei Monate lang. Dann ist aber Ostern schon vorbei und der Gasverbrauch hat sich, wie in all den Jahren zuvor, annähernd halbiert. Dann beginnt das Befüllen der Speicher von Neuem.


Relevante Themen