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Auch beim Dimmen kann's flimmern

Wer daheim die Helligkeit seines LED-Lichts stufenlos steuern will, holt sich häufig ähnlichen Ärger ins Haus - selbst mit sehr hochwertigen dimmbaren Lampen und Leuchten. Denn sie verwenden fast immer dieselbe Regeltechnik wie die Kfz-LEDs. Während aktuelle Leuchtmittel dank hochfrequenter Pulsweitenmodulation bei Volllast oder an einem normalen Schalter noch stabil bleiben, können sie an haushaltsüblichen, für Glühlampen konzipierten Dimmern bei reduzierter Helligkeit und kleineren Tastverhältnissen teilweise zu wahren Flimmer-Monstern mutieren - gerne auch begleitet von störenden Surrgeräuschen. Noch dazu ist der Regelbereich fast immer merklich schmaler als die ideale Spanne von maximaler Leuchtleistung bis zu völliger Dunkelheit.

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Nicht jeder LED-Hersteller hat schon herausgefunden, wie und mit welchen Dimmermodellen diese Schwächen zuverlässig verhindert werden können. Im besten Fall findet sich auf seiner Webseite zu jedem dimmbaren Leuchtmittel eine Dimmer-Kompatibilitätsliste, im schlechtesten Fall müssen Nutzer die Verträglichkeit mit ihrer Hausinstallation selbst testen.

Glühlampen als vorläufige Notlösung

Maximilian Blaschke und seinen flimmersensiblen Leidensgenossen der Selbsthilfegruppe Lichtgesundheit in Leipzig wird durch all diese Hindernisse der Umstieg auf stromsparende Lichttechnik extrem erschwert. Aktuell behelfen sie sich deshalb noch mit frei verkäuflichen Glüh- und Halogenlampen, die der Einzelhandel auf wundersame Weise weiterhin in großen Stückzahlen bereithalten kann.

Zwar haben vor rund zehn und sieben Jahren erlassene EG- beziehungsweise EU-Verordnungen (PDF) nach und nach Herstellung, Import und Großhandel der meisten wattstarken, traditionellen Leuchtmitteltypen in der Europäischen Union verboten, jedoch nicht den Verkauf von Lagerware an Verbraucher. Und davon scheint es jede Menge zu geben - Versorgungsengpässe sind nicht in Sicht. Aber ist diese wegen der hohen Stromkosten langfristig teure Ausweichlösung wirklich die einzige Alternative für Flimmersensible? Und wie stabil muss LED-Licht leuchten, um auch Maximilian Blaschke zufriedenzustellen?

Tierversuche können hier übrigens keine Klarheit schaffen, weil beispielsweise Insekten und Vögel ein viel breiteres Lichtspektrum haben und weit höhere Flimmerfrequenzen wahrnehmen können als wir. Tatsächlich wurden schon Hühner (PDF) und Nymphensittiche beobachtet, die in LED-beleuchteter Umgebung offenbar Orientierungsprobleme bekamen und die Lust am freien Flattern außerhalb des Käfigs verloren. Aber kein Grund zur Panik für Vogelfreunde: Es gibt immer mehr flimmerarme Halbleiterlichtprodukte, die einen störungsfreien Flugbetrieb ermöglichen.

 Stabiles LED-Licht ist schwer zu erzeugenGroße Fortschritte bei der LED-Technik 
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Sharra 08. Jul 2019 / Themenstart

Du hast 2 gesunde Beine, also kann es keine gebrochenen Beine geben. Nirgends auf der...

Tpircs Avaj 08. Jul 2019 / Themenstart

Tolle Esoterik-Schleichwerbung. Welche Werbeagentur steckt dahinter?

Tpircs Avaj 08. Jul 2019 / Themenstart

Oder PMS. Oder ne Wasserader unterm Bett.

jkow 06. Jul 2019 / Themenstart

Die Tatsache, dass der Lobbyverband der betoffenen Industrie keine entsprechende Studie...

AllDayPiano 05. Jul 2019 / Themenstart

Hast Du die Baumansicht an? 100% geht theoretisch mit einer unendlich großen Kapazität...

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