Lede Project: OpenWRT-Kernentwickler starten eigenen Fork
In der Open-Source-Community spalten sich Projekte oft wegen Streitereien der Entwickler ab, die letztlich nicht mehr überwunden werden können. Bei dem von einigen OpenWRT-Kernentwicklern nun initiierten Lede-Projekt(öffnet im neuen Fenster) ist die Ausgangslage offenbar anders: Eigenen Aussagen zufolge soll Lede die Arbeit der Gemeinschaft einfach neu starten.
Lede, kurz für Linux Embedded Development Environment, verfolgt dabei letztlich zwar das gleiche Ziel wie OpenWRT: eine Linux-Distribution für Embedded-Geräte und speziell WLAN-Router zu erstellen. Doch die Community soll wiederbelebt werden durch einen "starken Fokus auf Transparenz, Kollaboration und Dezentralisierung", so die Projektgründer.
Einfachere Entwicklung und große Teilhabe
Innerhalb der aktuellen OpenWRT-Community seien einige der konkreten Ziele schlicht nicht umsetzbar. Deshalb sei bei Lede nun sämtliche Kommunikation öffentlich einsehbar, und an Entscheidungen sollen alle Beitragenden teilhaben können. Besondere Privilegien etwa für Kernentwickler soll es nicht geben.
Beiträge zum Code sollen leichter aufgenommen werden, und das Team möchte die notwendige Pflege für eigene Infrastruktur so gering wie möglich halten, um sich auf die Weiterentwicklung konzentrieren zu können. Tests sollen weitgehend automatisiert und der Veröffentlichungsprozess soll deutlich vereinfacht werden. Die Distribution soll künftig außerdem in regelmäßigen Abständen erscheinen, mindestens jedoch einmal im Jahr.
Die Gründer von Lede wollen andere Community-Mitglieder von OpenWRT einladen, zu dem neuen Projekt beizutragen.
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