LED-Lampen:Samsung Electronics zieht sich aus dem Leuchtmittel-Geschäft zurück
Samsung wird das Geschäft mit LED-Lampen in Deutschland und weiteren Ländern einstellen. Davon betroffen sind auch Produkte, die erst zur Light + Building Frankfurt und auf der vergangenen Ifa in Berlin gezeigt worden sind, wie uns Samsung Deutschland bestätigt hat. Ein Komplettrückzug ist das aber nicht.
Samsung will keine LED-Leuchtmittel mehr in Europa anbieten.Bild:
Andreas Sebayang/Golem.de
Außer in Südkorea wird Samsung keine Leuchtmittel auf LED-Basis mehr verkaufen. Das hat Samsung Deutschland uns auf Nachfrage bestätigt. Damit zieht sich unerwartet ein großer Konzern aus dem Lichtmarkt in Deutschland zurück. Noch dieses Jahr hat Samsung zahlreiche Neuheiten und große Pläne vorgestellt. So ist die Entwicklung von EVG-kompatiblen LED-Röhren (LED-Tubes) für den G13-Sockel abgeschlossen. Diese wurden uns bereits auf der Light + Building als Retrofit-Lösung vorgestellt . Länger in der Planung ist zudem das Angebot einer Smart-LED-Lampe. Auf der Ifa 2014 hatte Samsung sogar schon einen Preis genannt .
Das Leuchtmittel, das auf Bluetooth Low Energy alias Smart setzt, wird damit nicht mehr auf den Markt kommen. Geplant war eigentlich der Verkauf noch vor Jahresende. Der Rückzug gilt natürlich auch für die Variante, die auf das Zigbee-Protokoll setzt.
Ein komplettes Ende von Samsungs LED-Bereich bedeutet das allerdings nicht. Im Heimatmarkt bleibt das Unternehmen auch im Endkundengeschäft aktiv. Zudem wird die Halbleitersparte weiterhin LED-Komponenten anbieten, nicht nur für Hintergrundbeleuchtungen in Displays, sondern auch für den Leuchtmittelmarkt. Andere Anbieter werden also Samsungs LED-Komponenten einkaufen, zusammensetzen und als eigene Produkte auf den Markt bringen.
Der Lichtmarkt befindet sich gerade in einer Phase des Umbruchs, der insbesondere traditionellen Leuchtmittelherstellern Probleme bereitet. Basierend auf der LED-Technik nutzten viele Unternehmen, die auch in der IT-Branche aktiv sind, die Chance zum Einstieg. So sind etwa auch Toshiba und LG im deutschen Lichtmarkt seit wenigen Jahren vertreten. Einen Überblick zur LED als Leuchtmitteltechnik gibt unser ausführlicher Artikel Zukunft der LED-Lampe - Was uns erleuchten wird , der die Entwicklungen der Light + Building 2014 in Frankfurt mit betrachtet.
Bild 1/37: Für die Bürobeleuchtung interessant. Philips (Blau) braucht wenig Platz für die Elektronik. Toshibas LED-Röhre hat hingegen Nachteile in Rasterleuchten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 2/37: Samsungs LED-Röhren liegen dazwischen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 3/37: Von Philips und Eluxa gibt es bereits EVG-Röhren. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 4/37: Wer Schaden abwenden will und KVG/VVG-kompatible LED-Röhren von den neuen EVG-Modellen unterscheiden will, muss auf den Aufdruck schauen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 5/37: Philips Instantfit im Betrieb. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 6/37: Toshibas Leuchtmittel... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 7/37: ... für den GH76p-Sockel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 8/37: LED-Röhren für den GX16-Sockel. (Bild: Lextar)
Bild 9/37: Moderne Straßenbeleuchtung von Toshiba. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 10/37: Hinweisschilder können per LED... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 11/37: ... oder wie bei Philips per OLED beleuchtet werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 12/37: Vier solcher OLED-Panel kosten in einer Leuchte rund 1.000 Euro. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 13/37: Die Panel erreichen noch keine gute Lichtausbeute. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 14/37: Sieht wie OLED aus, ist aber eine kunstvolle LED-Leuchte. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 15/37: Osrams Leuchtenkonzept setzt ebenfalls auf LEDs. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 16/37: Dies wiederum ist LGs neue OLED-Tischlampe mit teilweise gebogenen Panels. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 17/37: Samsungs wie auch...(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 18/37: ... LGs LED-Kerzen haben einen dickeren Bauch... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 19/37: ... als das längliche Modell von Toshiba... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 20/37: ... oder die sehr kompakte LED-Kerze von Philips. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 21/37: Die ist der minimal kürzeren Glühdraht-Kerze noch am nächsten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 22/37: Zum Vergleich die hohe wie auch bauchige Leuchtstoffröhren-Kerze. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 23/37: Glühdrahtsimulation Panasonic... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 24/37: ... und die von Philips. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 25/37: Die Philips-Lampe ist noch nicht verfügbar... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 26/37: ... und bietet sehr schöne Effekte. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 27/37: Panasonics Ansatz sieht durch den länglichen LED-Draht je nach Perspektive anders aus. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 28/37: Toshiba-LED-Kerze im Betrieb. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 29/37: Philips-LED-Kerze im Betrieb. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 30/37: LG-LED-Kerze im Betrieb.(Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 31/37: Samsung-LED-Kerze im Betrieb. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 33/37: ... hier im GU10-Sockel,... (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 34/37: können ihre Farben ändern. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 35/37: Glühdrähte und die Simulationen. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 36/37: Von links nach rechts: G4-Halogen (Noname), Verbatim-G4-Ersatz, LG-G9-Ersatz und die besonders voluminöse aber starke G4-LED-Lampe von Philips. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)
Bild 37/37: Bei allen Lampen zeigt sich, dass Elektronik und Kühlung noch immer viel Platz brauchen. (Foto: Nina Sebayang/Golem.de)