Fische mit Tomaten und vernetzte Parkbänke

Doch es gibt ja längst weitere Ansätze, Lebensmittel direkt in den Städten anzubauen. Dazu gehören sowohl Urban Farming in der Nachbarschaft als auch gigantische Gewächshochhäuser, sogenannte Skyfarmen oder Farmscraper. In diesen könnten Pflanzen, etwa Reis, auf Fließbändern allmählich von den unteren in die oberen Stockwerke wandern, beschienen von LED-Licht und stets in der idealen Klimazone. Nach einigen Wochen wird geerntet.

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Ähnlich zukunftsweisend sind sogenannte Aquaponik-Anlagen. Sie verbinden Fischzucht mit dem Gemüseanbau, und zwar in geschlossenen Kreisläufen. Das Wasser zirkuliert dabei unablässig und versorgt die Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen aus den Fischbecken. Weltweit gibt es solche Anlagen. "Während sich die Anzahl von kommerziell betriebenen Systemen noch in Grenzen hält, sind kleinere Hobbysysteme schon relativ weit verbreitet. Dies gilt für Deutschland, Europa und ebenso weltweit", sagt Fabian Wagner, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Aquaponik.

Aber auch die Größe der Hobby-Anlagen variiert zwischen Systemen mit wenigen Fischen und weniger als einem Quadratmeter Anbaufläche, und Selbstversorgersystemen, die jährlich weitaus mehr als eine Tonne Fische und Pflanzen für den Aquaponiker produzieren können. 

In den kommerziellen Zuchtbecken schwimmen meist Tilapia und Afrikanischer Wels, in den Beeten wachsen Tomaten, Salate und Basilikum oder ähnliche Kräuter. "Die Hobbyisten sind da experimentierfreudiger", sagt Wagner. "Vom Hecht bis Goldfisch, bis zu Erdbeeren oder einer Avocadopflanze kann man alles ausprobieren. Es hat sogar schon Versuche mit Meeresfischen und salzverträglichen Pflanzenarten, sogenannten Halophyten gegeben."

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Mit Nachbarschaftsgärten, Hochhausfarmen und der kombinierten Fisch-Gemüse-Zucht ist es noch nicht getan. Städte werden gleichzeitig immer smarter. So stehen in vielen Metropolen bereits solarbetriebene Mülleimer, die ihren Inhalt mit einer eingebauten Presse verdichten und auf diese Weise viel mehr Müll verdauen als gewöhnliche Behälter. Sind diese Bigbellys voll, schicken sie eine Meldung. So können die Behälter situationsgerecht geleert werden. Zudem sind zahlreiche Sensoren in den Mülleimern verbaut. Sie erkennen etwa, wenn es in ihrem Inneren brennt und wie belebt ihre Umgebung ist.

Ähnlich futuristisch muten Parkbänke an, die erkennen, wann und wie oft sie benutzt werden. So wissen die Stadtväter, ob der Ort, an dem sie aufgestellt wurden, sinnvoll ist, die Bank defekt ist oder die öffentlichen Flächen besser gestaltet werden sollten. Auch die Instandsetzung kaputter Bänke lässt sich besser planen. Das australische Unternehmen Street Furniture etwa bietet Bänke an, die über Wi-Fi-Sensoren erkennen, wie viele Personen (mit Smartphone) in der Nähe sind. Vibrationssensoren in der Bank zählen die Menschen, die sich setzen. In einem Vorort von Sydney wurden diese Möbel bereits aufgestellt. June Lee Boxsell von Street Furniture Australia sagt: "Es geht darum, öffentliche Plätze angenehmer für die Menschen und die Kommunen zu machen."

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 Leckere neue Welt: Die Stadt wird essbar und smart
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M.P. 24. Aug 2018

"Watt Krupp in Essen sind wir in Trinken" ;-)

M.P. 24. Aug 2018

Wenn weniger Überstunden gemacht werden, weil die Arbeitnehmer lieber in ihren Beeten...

M.P. 24. Aug 2018

Mars enthält viel zu viel Zucker, und ist deshalb abzulehnen. https://upload.wikimedia...

teenriot* 10. Aug 2018

Das bestreite ich ja nicht nicht. Es braucht aber eben keine neue Technik, sondern einen...



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