Lebensmittel: DHL liefert nicht mehr Amazon Fresh aus

DHL hat die Zusammenarbeit mit Amazon bei der Lieferung von frischen Lebensmitteln beendet. Das berichten die Lebensmittelzeitung(öffnet im neuen Fenster) und das Supermarktblog(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. "Wir können bestätigen, dass wir entschieden haben, die Zusammenarbeit mit Amazon Fresh im Bereich der Zustellung frischer Lebensmittel bis auf Weiteres nicht mehr fortzuführen" , teilte eine DHL-Konzernsprecherin der Nachrichtenagentur dpa mit. Der Markt für frische Lebensmittel aus dem Internet bleibe "bis dato weit hinter den Erwartungen zurück" .
Amazon liefert die Einkäufe bereits seit diesem Monat über sein eigenes Netzwerk Amazon Logistics aus. Damit endet die Zusammenarbeit mit DHL für Lebensmittel in Berlin und Potsdam, München und Hamburg, die im Jahr 2017 begann. Der Lieferservice ist auf Amazon-Prime-Nutzer beschränkt und kostet zusätzlich 9,99 Euro monatlich. In München und Berlin begann der Transportdienst Amazon Logistics den Betrieb mit kleineren und mittleren Unternehmen aus der Region. Kunden berichten, dass Scheinselbständige für geringe Preise die Waren ausliefern und Pakete nicht selten einfach willkürlich irgendwo hinlegen. Doch diese Erfahrungen gibt es auch mit Hermes, DPD und auch mit DHL.
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Amazon erklärte im März, die bundesweite Lieferung von frischen Lebensmitteln zu erwägen. Ralf Kleber, Deutschland-Chef des Konzerns, sagte(öffnet im neuen Fenster) , bisher habe Amazon den Dienst Amazon Fresh in drei Städten nur getestet. "Wir sind zufrieden mit dem Kundenfeedback und nehmen uns die Zeit, den Service zu verbessern und auszubauen" , erklärte Kleber.
Noch sei der Anteil der Lebensmittel am Onlinehandel gering, "eher unter zehn Prozent" , wie Kleber erläuterte: "Das ist das Schöne am Onlinehandel: Es liegt viel Potenzial vor uns."