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Schnelleres Laden als im Datenblatt angegeben

Bei hohen Geschwindigkeiten sind die Windgeräusche beim iC10 zwar wahrnehmbar, aber nicht sonderlich stark ausgeprägt. Insgesamt ist der Wagen gut gegen Außengeräusche gedämmt. Zusammen mit den bequemen Sitzen eignet sich auch die Irmscher-Version des C10 gut für lange Strecken.

Der Verbrauch liegt angesichts der hohen Leistung auf einem höheren Niveau als beim C10 Design mit 160 kW, den wir 2025 getestet hatten. In der Stadt kommen wir mit dem iC10 bei sommerlichen Temperaturen auf 15 kWh/100 km. Das ergibt eine theoretische Reichweite von 546 km; im Bereich von 80 auf 10 Prozent sind es 382 km.

Auf der Autobahn liegt der Verbrauch im Geschwindigkeitsbereich zwischen 120 und 160 km bei hohen Außentemperaturen bei 27,4 kWh/100 km. Das ergibt eine Reichweite von 299 km; im Bereich von 80 auf 10 Prozent sind es 209 km. Gebe ich Stoff und fahre zwischendurch bis zu 195 km/h, steigt der Verbrauch auf 31 kWh/100 km.

Reichweite ist für Langstrecke brauchbar

Dann kommt der iC10 auf eine theoretische Reichweite von 264 km, im Bereich von 80 auf 10 Prozent auf 185 km. Fahren wir mehr 195 km/h und weniger 120 km/h, steigt der Verbrauch noch weiter.

Offiziell lässt sich der iC10 mit bis zu 180 kW an DC-Ladesäulen laden. In unserem Test sind wir allerdings auf bis zu 195 kW gekommen. Offiziell gibt Leapmotor eine Ladezeit von 30 auf 80 Prozent in 22 Minuten an – wir haben von 20 auf 80 Prozent in nur 19 Minuten geladen. In der Praxis war der iC10 bei uns an der Ladesäule also besser als in Leapmotors eigenen Daten.

Für die Langstrecke bedeutet das, dass der iC10 nicht nur ein bequemes und leistungsfähiges Auto ist, sondern dass auch die Ladepausen relativ kurz sind. Bei anderen 800-Volt-Plattformen sind zwar Ladeleistungen jenseits der 200 kW möglich, beim iC10 ist die Ladekurve aber gut genug für relativ schnelles Zwischenladen. Umso bedauernswerter finden wir, dass auch der iC10 keine gute Ladeplanung hat.


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