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Minimalistisch designter Innenraum mit iC10-Plakette

Auch beim iC10 verwendet Leapmotor im Innenraum viel Kunststoff, der aber sehr gut verarbeitet ist und edel wirkt. Oberhalb der Knie sind die Oberflächen in der Regel unterschäumt. Das Design ist dezent, viel Schnickschnack gibt es auch im iC10 nicht. Wie beim Standardmodell verzichtet Leapmotor bei der Irmscher-Variante weitgehend auf Knöpfe – ganz anders als etwa Subaru bei seinem Uncharted.

Das ergibt insgesamt einen "cleanen" Look, für die Einstellungen müssen wir aber wie beim C10 das Infotainment-System benutzen. Es entspricht dem des Standard-Modells, das wir bereits getestet haben – inklusive des guten Navis, das aber leider keine Ladeplanung mit Anbieterauswahl hat. Dafür wird der Akku bei der Fahrt zu einer Ladesäule auch beim iC10 automatisch vorkonditioniert.

Um den Unterschied zum Standard-C10 zu bemerken, müssen wir mit dem iC10 erst einmal fahren. Das Irmscher-Sportfahrwerk macht sich bereits in der Stadt bemerkbar – allerdings eher unangenehm aufgrund der strafferen Aufhängung: Auf Kopfsteinpflaster fährt sich der iC10 merklich holpriger als der normale C10. Das wundert uns bei einem straffer aufgehängten Sportfahrwerk nicht.

Starke Straßenlage in Kurven und bei hohen Geschwindigkeiten

Seine Stärken spielt der iC10 in Kurven und bei hoher Geschwindigkeit aus: Dann liegt der SUV trotz seines Leergewichts von 2.264 kg und der doch recht hohen Bauweise sehr gut auf der Straße. Die Kurvenlage ist auch bei rasanterer Fahrweise, etwa auf Autobahnkleeblättern und Landstraßen, sehr stabil. Der iC10 schwankt im Grunde kaum.

Das macht zugegebenermaßen Spaß – mehr Spaß als beim Smart #5 Brabus, der im Vergleich komfortabler und weniger sportlich gefedert ist. Zusammen mit den 440 kW fährt sich der iC10 mühelos und hat auch auf der Autobahn für Überholmanöver immer ausreichend Reserven.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt offiziell bei 190 km/h, bei uns auf dem Tacho kommen wir auf 195 km/h. Von null auf 100 km/h soll der iC10 in vier Sekunden kommen. Diese Werte entsprechen denen des C10 Promax Design AWD, der gleiche Motorisierung hat.

Das Bremspedal des iC10 hat einen sehr kurzen Reaktionsweg, die Bremsen packen kräftig zu. Das ist in der Stadt etwas gewöhnungsbedürftig, ergibt bei einem Sportwagen aber Sinn. Der iC10 verfügt wie der C10 über unterschiedliche Fahrmodi, die sich in der Beschleunigung und der Rekuperation unterscheiden. Auch einen One-Pedal-Modus gibt es, bei dem die Beschleunigung aber wie bei anderen Leapmotor-Modellen verzögert ist.


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