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Leapmotor B10 – Verfügbarkeit und Fazit

Das von uns getestete Modell B10 Pro Max Design(öffnet im neuen Fenster) kostet 33.900 Euro. Darin sind alle Zusatzausstattungen enthalten, Käufer zahlen lediglich 650 Euro für eine der Farben, die vom Standard-Hellblau abweichen. Die Grundversion des B10 mit gleicher Motorleistung, aber kleinerem Akku (56,2 kWh) kostet 29.900 Euro. Der B10 mit größerem Akku, aber ohne die Design-Ausstattungsmerkmale nennt sich Pro Max Life und kostet 32.400 Euro.

Bei den Life-Modellen fehlen gegenüber der Design-Variante unter anderem das beheizbare Lenkrad, das Ambientelicht innen, die getönten Seitenscheiben und die elektrische Heckklappe sowie der Regensensor. Zudem sind die Vordersitze weder beheizbar noch haben sie eine Lüftung. Vorhanden sind hingegen die Fahrassistenzfunktionen, die 360-Grad-Kamera sowie alle weiteren technischen Ausstattungsmerkmale.

Fazit

Wir haben den Leapmotor B10 nach der ersten Probefahrt als "Preis-Leistungs-Kracher" bezeichnet. So würden wir das Fahrzeug auch heute noch bezeichnen, vor allem in Anbetracht dessen, dass die Vollausstattung so viel kostet wie die Basisversion des ID.3 mit kleinerem Akku.

Der nur etwas kürzere Skoda Elroq kostet ab 44.180 Euro – dann zwar mit wesentlich größerem Akku (85 kWh), aber ohne die vielen Extras, die im B10 bereits enthalten sind.

Der B10 ist allerdings ein Kracher mit Einschränkungen, wie unser ausführlicher Test zeigt. Zuallererst zu nennen ist dabei die Ladeschwäche im Winter, aufgrund der nicht sinnvoll implementierten und ergo kaum vorhandenen Akkuvorkonditionierung.

Dass sie irgendwie über eine App manuell aktiviert werden kann, ist nicht ausreichend. Vor allem auf der Langstrecke sollte die Batteriekonditionierung anhand der Navigation rechtzeitig gestartet werden, wenn wir eine Ladestation anfahren. Alternativ wäre zumindest eine manuelle Aktivierung im Infotainmentsystem sinnvoll. Wir hoffen, dass Leapmotor diese Funktionen noch nachreicht – wie jetzt das One-Pedal-Driving.

Auch bei anderen Softwareaspekten sehen wir Verbesserungspotenzial: Die Sprachausgabe des Navigationssystems etwa sollte überarbeitet werden. Wenngleich die Fehler die Navigation an sich nicht beeinträchtigen, haben sie uns doch zum Schmunzeln gebracht – und sollten bei einem ausgelieferten Produkt eigentlich nicht vorkommen. Weitaus nachteiliger finden wir den Umstand, dass wir keine Ladeanbieter auswählen können. Und auch die Spracheingabe könnte noch Feinschliff vertragen.

Die Hardware des B10 hingegen gefällt uns: Der Wagen zeigt in unserem Test trotz niedriger Temperaturen einen relativ niedrigen Verbrauch, das Fahrverhalten ist zudem sehr gut. Der Innenraum ist gut verarbeitet, die preiswerten Materialien hat Leapmotor gut eingesetzt. Dass das Fahrzeug bei einem Preis von knapp unter 34.000 Euro ein Panoramadach mit elektrischem Rollo sowie elektrisch einstellbare Sitze mit Heizung und Lüftung hat, schafft aktuell wohl nur Leapmotor.

Der Leapmotor ist also ein Preis-Leistungs-Kracher, mit aktuell noch ein paar Abstrichen. Doch wir finden das Fahrzeug in der aktuellen Form bei diesem Preis bereits lohnenswert – die Vorkonditionierung sollte Leapmotor aber schnellstens verbessern.


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