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Im Sportmodus geht's am besten voran

Wir sind den B10 im Alltag meist im Sportmodus gefahren, weil das mit 4.515 x 1.885 x 1.655 mm nicht gerade kleine Fahrzeug sich dann am zackigsten fahren lässt. Auch dann ist der SUV aber kein Sportwagen – mit 160 kW (217,5 PS) Motorleistung bei einem Gewicht von 1.845 kg ist das aber auch kein Wunder.

Neben der Anfahrgeschwindigkeit unterscheiden sich die Modi Komfort, Standard und Sport auch in anderen Punkten. Im Sportmodus brauchen wir etwa die wenigsten Lenkbewegungen. Wie bei anderen Leapmotor-Fahrzeugen lassen sich die einzelnen Aspekte der Fahrmodi mischen: Wer etwa den Komfortmodus mit langsamen Anfahren mit dem Lenkverhalten des Sportmodus kombinieren will, kann das tun.

Im Sportmodus hat der B10 die stärkste Rekuperation. Unser Testmodell hatte allerdings, anders als der Leapmotor B10, kein One-Pedal-Driving. Der Wagen hat also stark verlangsamt, ist aber am Ende nicht stehen geblieben, wenn wir den Fuß vom Strompedal genommen haben. Die Funktion hat Leapmotor mit einem Update nachgereicht, testen konnten wir sie nicht.

Gutes Fahrverhalten auch bei hohen Geschwindigkeiten

Auf der Straße liegt der B10 in unserem Test gut, auch auf der Autobahn bei höheren Geschwindigkeiten. Die Wind- und Fahrbahngeräusche halten sich ebenfalls in Grenzen. Aufgrund der Bauart schaukelt er in den Kurven etwas, insgesamt finden wir das Fahrverhalten aber ordentlich. Auch die Motorisierung finden wir ausreichend, vor allem bei dem Preis.

Der B10 hat bereits in der Grundversion einen Fahrassistenten, der die Spur hält, lenkt, sich an die Geschwindigkeit der vorausfahrenden Autos anpasst und neue Tempolimits übernimmt. Es handelt sich dabei offenbar um die gleiche Software wie beim Leapmotor C10. Auch beim B10 funktioniert der Assistent bis zu einer Geschwindigkeit von 150 km/h – die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegt bei 170 km/h.

Erkennt der Fahrassistent ein neues Tempolimit, können wir es übernehmen, indem wir den Gangwahlhebel kurz nach unten ziehen. Der Assistent wird gestartet, indem wir den Hebel zweimal schnell hintereinander nach unten ziehen; einmaliges Ziehen schaltet den Abstandstempomat ohne Fahrassistenz ein. Wie andere Fahrzeuge erkennt auch der B10 Schilder nicht immer zuverlässig. Grundsätzlich sind zeitliche Einschränkungen ein Problem, manchmal werden Tempolimits aber auch nicht erkannt.

Der Fahrassistent bremst gut ab und beschleunigt schnell wieder. Den Abstand können wir wie die Geschwindigkeit am Lenkrad einstellen. Kurven nimmt der Assistent gut, ist dabei aber tendenziell eher vorsichtig und bremst auch in weiten Kurven manchmal ab. In Baustellen auf der Autobahn werden die gelben Spurmarkierungen nicht immer zuverlässig erkannt. Alles in allem funktioniert der Fahrassistent aber gut.

Heckscheibenwischer wird schmerzlich vermisst

Vor allem nach Autobahnfahrten bei schmuddeligem Winterwetter ist uns ein nerviger Mangel aufgefallen: Der B10 hat – wie manch neues Auto – keinen Heckscheibenwischer. Die Heckscheibe ist aber viel zu steil, als dass Wasser und Schmutz bei der Fahrt abperlen würden. Entsprechend ist die Heckscheibe unseres Testfahrzeuges eigentlich immer dreckig.


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