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Sitzheizung, elektrisch verstellbare Sitze, Panoramadach mit Rollo

Eine weitere Eigenart ist uns angesichts des kalten Wetters aufgefallen: Verwenden wir die Klimaanlage, müssen wir explizit auf "Heizung" stellen, damit die Klimatisierung sinnvoll arbeitet. Bei den meisten anderen Fahrzeugen müssen wir diese Unterscheidung nicht machen. Im Automodus funktioniert die Klimatisierung dann aber gut – sie schließt auch die Sitzheizung und -lüftung ein, die es für die Vordersitze gibt.

Bei diesem Preis würden wir eine Sitzklimatisierung nicht unbedingt erwarten, das gilt auch für das Panoramaglasdach mit elektrischem Rollo, die elektrische Kofferraumklappe und die elektrisch verstellbaren Sitze – zumindest würden wir nicht alles in Kombination erwarten.

Auch eine gute 360-Grad-Kamera, LED-Scheinwerfer und eine Wärmepumpe sind inklusive – und das sogar schon beim preiswertesten Modell. Wie bei vielen chinesischen Herstellern kommt der B10 Design Pro Max in Vollausstattung – wählen können Kunden eigentlich nur noch die Farbe. Das finden, wir ehrlich gesagt, sinnvoller als das Paket-System vieler anderer Hersteller.

Gutes Navigationssystem, Ladeplanung verbesserungsfähig

Also wir den B10 getestet haben, waren Android Auto und Carplay noch nicht verfügbar – mittlerweile wurden die Funktionen per update nachgeliefert. Das eingebaute Navigationssystem ist gut: Die Routenplanung ist effektiv und gibt auch alternative Routen mit weniger Ampeln an – das finden wir interessant. Das Kartenmaterial beinhaltet Livedaten, bei der Ladeplanung können wir allerdings keine Anbieter auswählen.

Das ist schade, da so nicht die Anbieter gewählt werden können, bei denen ein Abo besteht. Lediglich die Steckerart und Ladegeschwindigkeit lassen sich voreinstellen. Und nicht für alle Ladesäulen gibt es übrigens Liveinformationen.

Beim Navi sind uns aber wie bei den bisherigen Leapmotor-Modellen einige kleine Probleme aufgefallen. Eines begegnete uns bereits bei der Probefahrt: Dezimalzahlen werden falsch ausgesprochen. Aus "1,5 Kilometern" wird "erste fünf Kilometern".

Auch Straßennamen werden mitunter verhunzt – angesichts der Kooperation mit Stellantis erwarten wir eigentlich, dass solche Probleme möglichst schnell beseitigt werden. Zusatzinformationen, wie etwa Hinweise auf eine Schulzone oder darauf, dass eine Busspur zur aktuellen Uhrzeit verwendet werden darf, gefallen uns beim Navi sehr gut.

Bei der Zieleingabe per Tastatur will es das Navi auch sehr genau wissen: Tippen wir Adressen ein, können wir statt "Straße" nicht einfach "str" schreiben – es muss genau ausgeschrieben werden, sonst findet das Navi die Adresse nicht. Die Adresseingabe per Sprachsteuerung funktioniert in der Regel gut.

Sprachsteuerung will es genau wissen

Die Sprachsteuerung ist insgesamt aber eher launisch. Wir haben den Eindruck, dass wir die Befehle mitunter sehr genau einsprechen müssen. So führt das Kommando "Fahrmodus auf Sport" nicht dazu, dass der B10 auf den Sportmodus umschaltet. Stattdessen müssen wir "Beschleunigungsmodus auf Sport" sagen. An einem anderen Tag hat allerdings auch dieses Kommando nicht zum Ziel geführt. Andere Befehle führt der Sprachassistent problemlos aus.


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