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Leapmotor B05 im Test: Überraschend geringer Verbrauch zum überraschenden Preis

Die ID.3-Alternative Leapmotor B05 macht Spaß beim Fahren, hat eine super Ausstattung, aber vor allem: einen niedrigen Verbrauch – und Preis.
/ Tobias Költzsch
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Der Leapmotor B05 in Gelb (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Leapmotor B05 in Gelb Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Leapmotor B05 im Test: Überraschend geringer Verbrauch zum überraschenden Preis
  2. Gut organisierte Einstellungen, keine Knöpfe
  3. Hoher Fahrspaß mit guter Kurvenlage
  4. Guter Fahrassistent und zahlreiche Assistenzsysteme
  5. Fahrassistent bremst bei Geschwindigkeitsreduzierungen zaghaft
  6. Verfügbarkeit und Fazit: Leapmotor B05 Design Promax

Schon bei der ersten Probefahrt hinterließ Leapmotors neues Schrägheck-Elektroauto B05 bei mir einen guten Eindruck. Jetzt konnte ich den Wagen über einen längeren Zeitraum fahren – und der Ersteindruck hat sich gefestigt. Vor allem beim Platz, Fahrspaß und Verbrauch kann der B05 punkten. Bei aller Begeisterung sind mir dennoch ein paar Kritikpunkte aufgefallen.

Zum Design des B05 habe ich in meinem ersten Fahrbericht bereits einiges geschrieben. Zusammengefasst: Die Karosserie des B05 hat ein unauffälliges, aber schönes Design. Vor allem die Front gefällt mir gut: Sie wirkt sportlich und nicht so bullig wie beim B10 oder C10, beides SUVs. Dass Leapmotor beim B05 eher eine klassische Hatchback-Variante gewählt hat, finde ich sehr begrüßenswert.

Klein ist der B05 aber nicht: Mit einer Länge von 4.430 mm gehört der Wagen zur Kompaktklasse und bietet vor allem im Innenraum reichlich Platz, auch für Passagiere auf den Rücksitzen – ich mit meinen 1,80 m habe komfortabel gesessen. Das geht allerdings auf Kosten des Kofferraums: 357 Liter passen dort hinein, bis zur Laderaumabdeckung sogar nur 295 Liter. Klappe ich die bequemen Rücksitze um, gehen immerhin 1.205 Liter in den B05.

Innenraum mit viel Kunststoff, aber hochwertiger Verarbeitung

Im Innenraum verwendet Leapmotor wie üblich Kunststoff, der aber sehr gut verarbeitet ist. Stellen, die meine Arme berühren, sind unterschäumt, ebenso wie große Teile des Armaturenbrettes und der Türen. Auch die harten Kunststoffbereiche sind gut gefertigt. Das Design ist wie gewohnt schlicht und kommt weitgehend ohne Knöpfe aus – lediglich am Lenkrad gibt es welche, ebenso an den Türen, um die Fenster zu öffnen und zu schließen.

Leapmotor B05 im Test
Leapmotor B05 im Test (02:06)

Die Vordersitze sind bei dem von mir getesteten, teureren Modell Design Promax elektrisch verstellbar, haben aber keine Lordosenstützeneinstellung. Bei längerer Fahrt habe ich sie aber nicht vermisst: Die Sitze stützen meinen Rücken gut, ich steige ohne Beschwerden aus. Vorn kann bei niedrigeren Temperaturen auch eine Sitzheizung verwendet werden, im Fond gibt es sie nicht.

Bedient wird der Leapmotor weitestgehend über das 14,6 Zoll große Display in der Mitte, auf dem das Betriebssystem des Herstellers läuft. Der von mir getestete B05 Design Promax wurde noch mit Vorseriensoftware ausgeliefert, was sich bei einigen Assistenzsystemen bemerkbar machte – dazu gleich mehr -, nicht aber bei der grundsätzlichen Bedienung des Systems.

Sobald der B05 gestartet ist, läuft das System flüssig. Nett gemacht sind die Überblendeffekte, in denen das auf dem Bildschirm angezeigte Auto in neue Positionen morpht. Allerdings braucht der B05 nach einer Nacht Stehen etwas länger, bis das System am Start ist – bei anderen Herstellern geht das schneller.

Als Schlüssel gibt es wieder eine Karte, die zum Starten kurz in die Ladeschale gelegt werden muss. Alternativ kann ich auch ein Smartphone über die Leapmotor-App als Schlüssel konfigurieren, was gut funktioniert. Die Türen des Wagens werden dann schon entriegelt, wenn man sich ihm nähert.


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