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Leap Motion und Qualcomm: Drahtloses VR-Headset mit Hand-Tracking ausprobiert

Eine Gestensteuerung unterstützt bisher kein kommerzielles Headset, ein Prototyp von Leap Motion und Qualcomm aber schon: Das Tracking funktioniert mit einer frühen Implementierung passabel, was auch am SDK für den Snapdragon 835 liegt.

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Referenz-HMD mit Hand-Tracking
Referenz-HMD mit Hand-Tracking (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Leap Motion und Qualcomm zeigen auf dem Mobile World Congress 2017 in Barcelona ein VR-Headset auf Basis von Smartphonetechnik, das drahtlos arbeitet und eine Gestensteuerung unterstützt. Wir haben das Qualcomm-Referenzdesign mit einem Snapdragon-835-Chip und einem angeschraubten Leap-Motion-Controller ausprobiert.

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Grundsätzlich ähnelt das Head-mounted Display stark einem VR820, in dem statt des Snapdragon 820 der neue Snapdragon 835 steckt. Das Virtual Reality Development Kit genannte System nutzt ein OLED-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixeln bei 60 Hz und zwei monochrome 720p-Kameras, um Positional Tracking per Inside-out-Tracking umzusetzen, Eye Tracking wird ebenfalls unterstützt. Passend zum Snapdragon 835 läuft darauf das für dieses System-on-a-Chip angepasste Software Development Kit (SDK), damit alle Funktionseinheiten angesteuert werden können.

  • VRDK mit SD835 und Leap Motion (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der Controller ist unterhalb der Display-Einheit verschraubt (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Er ist per USB mit dem VRDK verbunden (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Jamie von UploadVR probiert das Headset aus (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
VRDK mit SD835 und Leap Motion (Foto: Marc Sauter/Golem.de)

Unterhalb des Displays ist ein Leap-Motion-Controller montiert, der per USB mit dem Headset verbunden ist. Das kleine Gerät wurde verglichen mit dem ursprünglichen Leap Motion verbessert, da neuere Hardware darin steckt. In ihm arbeiten zwei IR-Sensoren, deren horizontales und vertikales Field of View jeweils etwa 170 Grad beträgt, bisher waren es rund 140 und 120 Grad. Beim Ausprobieren war dieser erweiterte Bereich sofort spürbar, da die Hände früher erfasst werden.

Die gezeigte Blocks-Demo gibt es auch für das reguläre Leap Motion, sie hielt in dem Orion-Update Einzug. In Blocks werden Bauklötze in der virtuellen Realität durch Gesten erschaffen, gegriffen, gestapelt, umgeworfen und durch die Luft geschleudert. Vor allem der Darth-Vader-Machtstoß ließ uns schmunzeln. Das Tracking an sich ist noch hakelig und hat sporadisch Aussetzer, dafür hat es überraschend wenig Probleme mit sich verdeckenden Fingern.

Neue Leap-Motion-Hardware noch 2017

Momentan handelt es sich um eine reine Demonstration, da das SD835-SDK sich noch in einer frühen Phase befindet. Ohnehin ist das Virtual Reality Development Kit eben genau das: ein Dev Kit. Leap Motion konzentriert sich ungeachtet dessen auf Mobile-VR und lizenziert seine Technologie an andere Hersteller (ODMs), die diese dann in ihre Produkte integrieren. Bis Ende 2017 soll es einen neuen Controller geben.

Ein anderes AR/VR-Headset mit Inside-out- und Hand-Tracking ist Intels Project Alloy mit x86-Chip, das wir im Januar 2017 auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas ausprobierten.



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