Simple Spiele, aber komplexe Gesten
Nach dem Tutorial muss der Nutzer ein Konto bei Airspace erstellen. Unter dieser Oberfläche vereint Leap Motion alle Apps für den Controller. Einige Apps - vor allem Spiele - sind bereits vorinstalliert, weitere stehen im Airspace-Store bereit. Bisher ist das Angebot im Vergleich etwa zu Google Play winzig, zum Testzeitpunkt waren es exakt 90 Apps. Die meisten sind kostenlos und eignen sich für Windows wie Mac OS X. Die Qualität schwankt stark und oft müssen zusätzliche Komponenten installiert werden. Produktive Anwendungen sind praktisch nicht vorhanden, die meisten Apps bieten gute Unterhaltung.
Kyoto beispielsweise ist ein stimmungsvolles Spiel mit märchenhafter Musik. Es gilt, Sterne zu fangen oder einen glitzernden Baum zu schütteln. Bei Boom Ball, einer Art Breakout in 3D, muss eine Kugel auf Mauersteine gestoßen werden, um diese verschwinden zu lassen. Die Steuerung funktioniert tadellos: Hebt der Nutzer die Hand, steigt ihr virtuelles Pendant oder der Schläger nach oben, senkt er die Hand, bewegen sich die Steuerungselemente nach unten.
Auch Gesten wie Greifen oder das Drehen der Handfläche, um den Winkel des Schlägers zu verändern, stellen für Leap Motion kein Problem dar. Dies erfordert allerdings etwas Übung. Leicht zu meistern ist hingegen die App der New York Times: Kreisende Fingerbewegungen im Uhrzeigersinn oder gegen diesen scrollen die News-Übersicht nach rechts oder links, ein bis zwei Sekunden mit dem Zeiger über einer Meldung zu verharren, ruft diese auf. Wer aber wie vom Smartphone oder Tablet gewohnt instinktiv wischen möchte, wird enttäuscht.
Einfingerklick und Zweifinger-Touch
Hierfür muss eine spezielle App von Leap Motion installiert werden, nämlich Touchless For Windows - oder für Mac, je nach Betriebssystem. Theoretisch funktioniert die App auch mit Windows 7. Mit Windows 8 und dessen für Touch optimierter Oberfläche klappt die Gestensteuerung jedoch viel besser. Bereits die Einführung in die Zwei-Zonen-Steuerung (eine für Bewegungen der Hände und eine für Gesten) macht klar, dass hier einige Eingewöhnungszeit eingeplant werden muss, was sich in der Praxis bestätigte.
Klicken klingt simpel, denn hierzu muss nur die Hand oder ein Finger vom Hover- in den Touch-Bereich nach vorne stoßen. Der Zeiger in Form eines Kreises verändert hierbei seine Farbe von Grau nach Grün, so ist immer erkennbar, welche Zone gerade aktiv ist. In Metro-Apps klappt das recht gut, bei kleineren Bildschirmelementen - etwa im Browser - nervt diese Art der Steuerung jedoch schnell, da der Leap Motion Controller sehr feinfühlig und auf kleinste Bewegungen empfindlich reagiert. Kaum jemand ist in der Lage, seinen Finger kerzengerade nach vorne zu bewegen, wodurch das Klicken stellenweise ausartet.
Im Basic- wie im Advanced-Modus wird Scrollen mit zwei Fingern erreicht. Diese müssen wie beim Klicken bis zum Erscheinen des grünen Signals im Kreis nach vorne geschoben und danach auf dieser Position gehalten werden, während zugleich vertikal oder horizontal gewischt wird. Manchmal klappt dies, oft aber wird ein Klick ausgelöst. Zoomen funktioniert ähnlich und meist auch erfolgreich, hierbei werden zwei Finger im Advanced-Modus auseinander geführt; mit einem klappt das logischerweise nicht.
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| Leap Motion im Test: Mehr Wedeln als Machtgriff | Vom Cowboy-Duell über die Erforschung der Welt bis hin zum Tennisarm |










Klingt ja schon mal seriös.
Gerade bei Kickstarter entdeckt: http://www.kickstarter.com/projects/haptix/haptix...
Was ich mich bei solchen Sachen immer Frage: Man hat doch bei einem Laptop sehr viele...
Nur Hände/Finger/Stifte bzw. wie sie es nennen "Pointy things" ... die Rohdaten sind...