Leak: NordVPN wurde gehackt

Beim VPN-Anbieter NordVPN gab es offenbar vor einiger Zeit einen Zwischenfall, bei dem ein Angreifer Zugriff auf die Server und private Schlüssel hatte. Drei private Schlüssel tauchten im Netz auf, einer davon gehörte zu einem inzwischen abgelaufenen HTTPS-Zertifikat.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei NordVPN kam es offenbar zu einem Vorfall, durch den ein Angreifer Zugriff auf einen Server hatte.
Bei NordVPN kam es offenbar zu einem Vorfall, durch den ein Angreifer Zugriff auf einen Server hatte. (Bild: NordVPN)

Mehrere kryptographische Schlüssel und Informationen über Konfigurationsdateien von NordVPN sind in einem Leak aufgetaucht. Einer der Schlüssel passt zu einem älteren Webseiten-Zertifikat von NordVPN.

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Aufgetaucht ist der Leak in einer Onlinediskussion. In einem inzwischen gelöschten Tweet schrieb NordVPN: "Niemand kann dein Online-Leben stehlen (wenn du ein VPN benutzt)." Als Antwort darauf schickte jemand einen Link auf eine Textdatei, die Belege für einen Hack des VPN-Anbieters enthält.

RSA-Schlüssel zu Webseitenzertifikat geleakt

Es handelt sich offenbar um eine Logdatei der Konsole. Ein Angreifer hatte demnach Zugriff auf einen Server von NordVPN. Gezeigt werden diverse Konfigurationsdateien der Software OpenVPN sowie Zertifikate und drei private RSA-Schlüssel. Zwei der Schlüssel gehören zur OpenVPN-Konfiguration, einer gehört zu einem Webseitenzertifikat.

Dass der Schlüssel tatsächlich zu dem Zertifikat gehört, konnte Golem.de prüfen und bestätigen. Es handelt sich also zumindest bei diesem Teil um keine Fälschung. Das Zertifikat ist ein Wildcard-Zertifikat für die NordVPN-Domain, das allerdings nicht mehr aktuell ist. Es ist im Oktober 2018 abgelaufen. Das könnte darauf hindeuten, dass der Hack bereits vor längerer Zeit passiert ist, aber natürlich wäre es auch denkbar, dass der Angreifer den Schlüssel eines veralteten Zertifikats gestohlen hat.

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Gespeicherten VPN-Datenverkehr direkt entschlüsseln kann man mit den geleakten Schlüsseln vermutlich nicht. Aus den ebenfalls gezeigten Konfigurationsdateien geht hervor, dass die OpenVPN-Konfiguration einen Schlüsselaustausch mit Diffie-Hellman nutzt, damit haben die Verbindungen die sogenannte Forward-Secrecy-Eigenschaft, die ein nachträgliches Entschlüsseln verhindert. Die Schlüssel könnten aber für einen Man-in-the-Middle-Angriff verwendet werden. Außerdem ist natürlich davon auszugehen, dass der Angreifer während des Hacks in der Lage war, auf Datenverkehr zuzugreifen.

NordVPN hat sich bisher nur kurz zu dem Vorfall geäußert. Auf dem Twitter-Account von NordVPN heißt es, dass man darauf warte, dass die Techniker der Firma die Details prüfen. Auf der Webseite fanden wir bisher keinen Hinweis und eine Anfrage von Golem.de blieb bislang unbeantwortet.

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Bouncy 28. Okt 2019

...sagte der, der Facebook und NSA als Totschlagargument anführt. Nur die Nazis hast du...

screamz@gmx.net 24. Okt 2019

Laut Golem-Recherche war der Schlüssel bis Oktober 2018 gültig. Da der Hack laut NordVPN...

MarkusKra 23. Okt 2019

Oh, die zwei armen NordVPN-Nutzer aus Russland, die dieser "erschreckende Cyber-Angriff...

BetterCallHans 23. Okt 2019

Er behauptet nicht, dass solches Problem nicht vorhanden ist, sondern, dass man mit...

gaciju 23. Okt 2019

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