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Leak: Mixed-Reality-Headset von Apple mit Drehknopf und Hüftakku

Apple plant interessante technische Lösungen für sein MR-Headset. Ein Leak nennt Details - und sagt, was das Gerät kosten wird.
/ Peter Steinlechner
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Logo von Apple (Bild: Josh Edelson/AFP via Getty Images)
Logo von Apple Bild: Josh Edelson/AFP via Getty Images

Mit einer Drehung sollen die Nutzer des Mixed-Reality-Headsets von Apple zwischen der virtuellen und der echten Welt wechseln können. Der Dreh erfolgt mittels eines Rädchens an der rechten Seite des Headsets. Ein bisschen soll die Vorrichtung an die Digitalkrone der Apple Watch erinnern.

Das schreibt das glaubwürdige Onlinemagazin The Information(öffnet im neuen Fenster) , das von mehreren anonymen Quellen neue Informationen über das Mixed-Reality-Headset von Apple bekommen hat.

Mit Wechsel zwischen virtueller und echter Welt ist gemeint, dass die Anwender so entweder auf die computergenerierten Bilder der beiden angeblich von Sony hergestellten 4K-Displays blickt oder aber im Durchsichtmodus die Außenwelt durch die integrierten Kameras angezeigt bekommt.

Kleine Zusatzspekulation von Golem.de: Ein Rad würde mehrere Zwischenmodi erlauben, etwa Echtwelt mit eingeblendeten Zusatzinfos (Augmented Reality) in mehreren Stufen.

Das Headset soll ein Sichtfeld von rund 120 Grad bieten - das ist das obere Ende dessen, was typische Virtual-Reality-Geräte bieten. Um das Gewicht niedrig und den Komfort hoch zu halten, soll Apple auf eine Kombination aus Aluminium sowie Karbonfaser und Glas setzen.

Auch aus Gewichtsgründen wird der Akku den Quellen zufolge an der Hüfte angebracht. Er soll rund zwei Stunden schaffen und relativ leicht ausgetauscht werden können. Die Kabel sollen per Magsafe angebracht werden. Das verringert die Verletzungsgefahr, wenn man irgendwo hängenbleibt.

Es soll unterschiedliche Stirnbänder geben. Einige, die sich eher an Privatanwender richten, sollen dezent an die Materialien der Apple Watch erinnern. Es soll ein System geben, mit dem Brillenträger ihre Gläser magnetisch befestigen können, sowie einen per Elektromotor an den Augenabstand anpassbare Linsen.

Es soll einen dezidierten Bildsignalprozessor sowie ein SoC mit GPU, CPU und Speicher geben. Alle Chips sollen im 5-nm-Prozess gefertigt werden. Für den Datenaustausch hat Apple laut The Informationen einen eigenen Codec programmiert.

Kompatibel mit 2D-Apps für iOS

Natürlich wird es für das Headset eigene Anwendungen geben. Damit es gleich viele nutzbare Programm gibt, sollen aber auch herkömmliche iOS-Apps in 2D verwendet werden können. Ob man sich das wie den Kinomodus bei Virtual-Reality-Geräten vorstellen muss, ist nicht bekannt.

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Schon etwas länger ist bekannt, dass auf der von außen sichtbaren Brillenseite ein Teil des Gesichts des Trägers gezeigt werden könnte, um anderen Personen einen Eindruck von dessen Mimik zu geben. Dafür soll die gleiche stromsparende Technologie wie bei den Always-on-Displays der Apple Watch und des iPhone 14 Pro zum Einsatz kommen.

Es soll integrierte Lautsprecher geben. Alternativ soll man aber Air Pods von Apple mit einem speziellen Niedriglatenzmodus verwenden können.

Apple hat zwar immer wieder mal kleinere Andeutungen gemacht, tatsächlich an einem Headset zu arbeiten - aber angekündigt wurde bislang nichts. Unklar ist vor allem, wo der Konzern die Hauptzielgruppe sieht.

Für Spieler dürfte das Gerät viel zu teuer werden, denn nach Angaben von The Information dürfte der Preis bei mehr als 3.000 US-Dollar liegen. Die Veröffentlichung sei für März 2023 geplant - was extrem unwahrscheinlich wirkt, weil derartige Geräte viel mehr Vorlauf benötigen. Möglicherweise ist mit dem Termin nur die Ankündigung gemeint.


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