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Finale mit zwei südkoreanischen Teams

Generell ist die Mentalität der Spieler in Südkorea eine andere: "Sie bekommen schon von klein an gesagt: 'Wenn du nicht der Beste bist, bist du ein Garnichts', was pädagogisch gesehen natürlich katastrophal ist, im Leistungssport aber der entscheidende Vorteil sein kann", sagt Markow. "Natürlich betrachten auch europäische Spieler ihre Leistung kritisch, sind aber meist nicht verbissen und diszipliniert genug."

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Der Unterschied zwischen den asiatischen und den westlichen Teams ist in den vergangenen Jahren aber bereits deutlich kleiner geworden. "Die einzelnen Regionen sind mittlerweile ähnlich stark", beobachtet Kim "kkOma" Jung-gyun, Trainer von SKT, und auch die Tatsache, dass die beiden europäischen Teams so weit gekommen sind, spricht dafür. In diesem Jahr stehen aber noch zwei koreanische Teams im Finale: SKT und KOO Tigers.

SKT gilt dabei eindeutig als Favorit. Nicht nur wegen des Starspielers Lee "Faker" Sang-hyeok glauben die League-of-Legends-Experten am Analystentisch vom Riot-Livestream vor den ersten Spielen an einen klaren Sieg von SKT, das Team hat während des gesamten Summoner's Cups unglaublich dominant präsentiert und keines der 17 Spiele verloren.

"Welcome to Summoner's Rift"

Und deswegen begrüßen die Zuschauer die Spieler mit tosendem Applaus in der Arena. Aber auch die Underdogs vom Team KOO Tigers werden lautstark empfangen, vielleicht sogar ein wenig lauter als die Gegner, um sie zu motivieren, doch eine Sensation zu vollbringen.

  • Viele Cosplayer sind unter den Fans. (Bild: Riot Games)
  • Die beiden Teams spielen in der Mitte der Arena... (Bild: Riot Games)
  • ... um den Summoner's Cup. (Bild: Riot Games)
  • Auf Leinwänden können die Zuschauer das Spiel verfolgen... (Bild: Riot Games)
  • ... und belohnen gute Spielzüge mit tosendem Applaus. (Bild: Riot Games)
  • Gewonnen hat das Team SK Telecom. (Bild: Riot Games)
... und belohnen gute Spielzüge mit tosendem Applaus. (Bild: Riot Games)

Das erste Spiel beginnt. Keine fünf Minuten sind vergangen, und es hallt "First Blood" durch die Halle: Den KOO Tigers ist es gelungen, den ersten Champion von SKT zu töten. Die Menge tobt. Schaffen es die Underdogs doch, die scheinbar Unbesiegbaren zu schlagen? Wenige Minuten später wird klar: Das wird zumindest im ersten Spiel nichts. SKT schafft es schnell, den Angriff zu kontern und einen kleinen Goldvorteil zu erspielen. Nach 40 Minuten ist das erste Spiel vorbei. SKT hat in zahlreichen weiteren Aktionen gezeigt, dass es einfach das bessere Team ist und etwas vorausschauender spielt.

Das zweite Spiel bestätigt SKTs Performance im ersten Spiel: Ohne Fehler gelingt dem Favoriten ein Sieg, ohne überhaupt in Schwierigkeit zu geraten. Das nächste Spiel muss KOO Tigers gewinnen und SKTs Siegesserie beenden, sonst ist das Finale nach bereits drei Spielen entschieden.

KO-OO TI-GERS!

Die Fans geben vor dem dritten Spiel noch einmal alles und feuern die Underdogs an. Und das nicht nur in der Mercedes-Benz-Arena: Auch beim deutschen Community-Event scheppern Hunderte Klatschstangen in der Industriehalle für die KOO Tigers. In der Gamingbar Meltdown hoffen alle schon seit Beginn des Finales insgeheim auf den Sensationssieg.

Und tatsächlich: Die KOO Tigers schaffen es, das dritte Spiel für sich zu entscheiden. Gleich zu Beginn des Spiels gelingt es ihnen durch sehr offensives Spielen und einige Fehler von SKT, alle fünf Champions der Favoriten zu töten. Die Stimmen der Kommentatoren überschlagen sich, die Zuschauer starten eine La-Ola-Welle durchs gesamte Stadion. Die KOO Tigers haben es geschafft, die scheinbar Unbesiegbaren doch zu überraschen, was letztendlich auch den Sieg bedeuten sollte, denn diesen Rückstand kann selbst SKT nicht mehr aufholen.

  • Viele Cosplayer sind unter den Fans. (Bild: Riot Games)
  • Die beiden Teams spielen in der Mitte der Arena... (Bild: Riot Games)
  • ... um den Summoner's Cup. (Bild: Riot Games)
  • Auf Leinwänden können die Zuschauer das Spiel verfolgen... (Bild: Riot Games)
  • ... und belohnen gute Spielzüge mit tosendem Applaus. (Bild: Riot Games)
  • Gewonnen hat das Team SK Telecom. (Bild: Riot Games)
Gewonnen hat das Team SK Telecom. (Bild: Riot Games)

Die Spieler von SKT nehmen die Niederlage aber recht gelassen. Sich jetzt über das Spiel zu ärgern, würde nichts bringen und zu weiteren Fehlern führen. Sie wissen genau: Sie müssen ihr Spiel durchziehen, dann schaffen sie es, KOO Tigers ohne Probleme zu besiegen. Und diese Taktik verfolgt SKT auch im vierten Spiel. Deutlich ruhiger und langsamer im Spielaufbau geht es im vierten Spiel zu. Die Spieler konzentrieren sich auf das sogenannte Late-Game, das etwa ab der 25. Minute beginnt. Hier hat das Team seine Stärken und zeigt diese auch. Der Sieg ist sicher und damit auch der Weltmeistertitel. Es ist ein verdienter Sieg. Für Faker sogar der zweite seiner Profi-Spieler-Karriere, das hat bisher keiner geschafft.

Und die KOO Tigers? Sie sind nicht traurig, sie freuen sich, überhaupt auf einer solch großen Bühne spielen zu dürfen. Anfang des Jahres hätte es ihnen niemand zugetraut und selbst während des Turniers galten sie nie als Favorit für das Finale. Vielleicht schafft es im nächsten Jahr ein europäisches Team so weit. Und dann werden erneut die giftgrünen Teemo-Mützen am Austragungsort für Aufsehen sorgen. Wo das sein wird, wollte Riot noch nicht verraten.

 League of Legends: "Wenn du nicht der Beste bist, bist du ein Garnichts"
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Inkunabula 10. Nov 2015

Bin irgendwannw egen der wirklich unterirdischen Communitys von LOL und auch DOTA2 auf...

Proctrap 07. Nov 2015

Jeder setzt sich bis zur entblößung für irgend etwas ein. Was mir hierbei auf den Geist...

HubertHans 04. Nov 2015

Was diese Profis nicht erkennen ist, das man gar nicht schneller reagieren kann. Denn...

spiderbit 03. Nov 2015

Naja wards kosten auch geld, ich weiss profis warden wie bekloppt, aber es verlangsamt...

Dwalinn 03. Nov 2015

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