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League of Legends: Sammelklage gegen Riot Games wegen Diskriminierung

Einige Monate nach Berichten über Sexismus und die systematische Benachteiligung weiblicher Angestellter kommt es nun zur Klage: Zwei Mitarbeiterinnen wollen unter anderem Schadensersatz von dem Unternehmen hinter League of Legends.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von League of Legends
Artwork von League of Legends (Bild: Riot Games)

Eine ehemalige und eine immer noch beschäftige Mitarbeiterin von Riot Games haben bei einem Gericht in Kalifornien eine Sammelklage gegen das amerikanische Entwicklerstudio eingereicht. Darin geht es um die systematische Benachteiligung von Frauen und um sexuelle Übergriffe, die offenbar deutlich mehr waren als Einzelfälle: Riot Games hat unter anderem laut einem Bericht von Kotaku eine aggressiv-maskuline Firmenkultur und dabei ein Selbstbild von "Core Gamern" gefördert - was nach Ansicht des Unternehmens vornehmend männlich ist.

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Die Klägerinnen wollen unter anderem, dass Riot Games ihnen einen Ausgleich für zu niedrige Gehälter bezahlt, die sie aufgrund ihres Geschlechts bekommen hätten. Konkrete Summen werden nicht genannt. Außerdem möchten sie unter anderem Schadensersatz und die formale Anerkennung als Sammelklage - das würde weiteren Frauen erlauben, sich dem Fall anzuschließen. Bislang hat sich die Firma nur sehr allgemein dahingehend geäußert, dass man die Sache sehr ernst nehme und daran arbeite, sich zu ändern.

Riot Games hatte sich Ende August 2018 auf seiner Webseite mit einer Erklärung zu den damals erhobenen Berichten über Sexismus und Diskriminierung geäußert. Das Unternehmen hatte angekündigt, sich von zwei führenden Beratungsfirmen beim Umbau der Firmenkultur helfen lassen. Außerdem sollte es eine neue Leitung für Personalangelegenheiten geben sowie den Posten des Chief Diversity Officer, der Teil der obersten Firmenführung sein soll. Zudem waren Schulungen für die Mitarbeiter geplant. Riot Games beschäftigt derzeit weltweit rund 2.500 Mitarbeiter.

Das Unternehmen aus Los Angeles, das seit 2011 vollständig dem chinesischem Onlineprovider Tencent gehört, dürfte sich den Aufwand leisten können: Gerade lief sehr erfolgreich die World Championship des Moba League of Legends. Bei dem Finale, das am 3. November 2018 in Südkorea ausgetragen wurde, sahen zeitweise über 200 Millionen Menschen über Streamingdienste zu. Gewonnen hat Invictus Gaming , das sich mit drei gewonnenen Partien gegen Fnatic durchsetzen konnte.

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Anonymer Nutzer 09. Nov 2018

Positiver Rassismus ist halt auch Rassismus. "einer noch vornehmlich männlichen Kultur...

elgooG 09. Nov 2018

Was soll man da noch sagen? Entweder gibt es Details die - trotz der umfassenden...


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