• IT-Karriere:
  • Services:

League of Legends: Riot Games zahlt 10 Millionen US-Dollar an Mitarbeiterinnen

Es ging um Diskriminierung und Sexismus gegenüber Mitarbeiterinnen, jetzt ist klar: Das Entwicklerstudio Riot Games (League of Legends) zahlt den Betroffenen rund 10 Millionen US-Dollar.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von League of Legends
Artwork von League of Legends (Bild: Riot Games)

Das kalifornische Entwicklerstudio Riot Games hat sich im August 2019 mit den Initiatorinnen einer Sammelklage außergerichtlich geeinigt. Nun hat die Los Angeles Times erfahren, dass das Unternehmen rund 10 Millionen US-Dollar an Entschädigung an aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen bezahlt. Insgesamt sollen rund 1.000 Frauen Geld erhalten.

Stellenmarkt
  1. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
  2. DRÄXLMAIER Group, Garching

Die jeweilige Höhe ist unterschiedlich und richtet sich auch nach dem Arbeitsverhältnis - Festangestellte erhalten etwa mehr als freie Auftragsnehmerinnen. Zumindest ein Teil der Gelder ist ein Ausgleich für zu niedrige Gehälter.

Die Sammelklage wurde Ende 2018 eingereicht. Darin ging es um die systematische Benachteiligung von Frauen und um sexuelle Übergriffe, die deutlich mehr waren als Einzelfälle. Riot Games habe unter anderem eine "aggressiv-maskuline Firmenkultur" gefördert oder zumindest toleriert.

Das Unternehmen hat sich nach Bekanntwerden der Probleme von Beratungsfirmen beim Umbau der Firmenkultur helfen lassen. Es gibt regelmäßige interne Untersuchungen im Hinblick auf Diskriminierung und Belästigungen sowie auf mögliche Benachteiligungen beim Gehalt und bei Beförderungen. Außerdem hat Riot Games den Posten des Chief Diversity Officer geschaffen, der Teil der obersten Firmenführung sein soll.

Trotzdem kam es Anfang 2019 wegen des Rechtsstreits zum Bruch mit Teilen der Belegschaft. Grund war unter anderem, dass Riot Games die Initiatorinnen der Sammelklage unbedingt in ein Schiedsverfahren zwingen wollte. Daraufhin hatten 200 Angestellte vorübergehend den Arbeitsplatz verlassen und protestiert.

Riot Games beschäftigt derzeit weltweit rund 2.500 Mitarbeiter. Die Firma gehört seit 2011 vollständig dem chinesischem Onlineprovider Tencent. Laut der Los Angeles Times lag der Umsatz von Riot Games im Jahr 2018 bei rund 1,8 Milliarden US-Dollar, das Unternehmen gilt als hochprofitabel.

Bislang lebt es so gut wie nur von League of Legens, kürzlich wurden allerdings neue Projekte angekündigt. Dazu zählen ein Sammelkartenspiel und das Mobile Game League of Legends Wild Rift. Außerdem soll es einen kompetitiven Taktikshooter und ein Kampfspiel im Stile von Street Fighter geben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

trinkhorn 04. Dez 2019

Wenn beides aktuell Trends sind, dann ist da mit Sicherheit eine Korrelation in...

Aki-San 04. Dez 2019

Das etwas "knuffigere" LoL zieht wesentlich mehr Frauen an als z.B. DOTA 2. Den Anteil...

trinkhorn 04. Dez 2019

wtf? es geht darum, dass es sexismus und diskriminierung gegenüber Frauen gab, also...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /