League of Legends: Riot Games will Toleranz gegenüber Frauen verbessern

Das Spielestudio Riot Games hat sich mit den Teilnehmern einer Sammelklage außergerichtlich geeinigt. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, gerade weibliche Entwicklerinnen und Mitarbeiterinnen unfair zu behandeln. "Wir glauben, dass dies ein großer Sieg für Frauen in der Spielebranche ist" , sagt die Klägergruppe Rioters Against Forced Arbitration auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Die Einigung sei ein wichtiger Schritt für Gleichberechtigung der gesamten Branche, nicht nur für Riot Games.
Hintergrund der Klage sind Berichte, die das Verhalten des League-of-Legends-Entwicklers gegenüber Frauen und anderen im Unternehmen als feindlich bezeichnen. Ein Artikel(öffnet im neuen Fenster) der Spielepublikation Kotaku aus dem Jahr 2018 war dabei besonders detailliert und beschreibt die Bürokultur bei Riot, die sich an junge Männer und deren Bedürfnisse richtet und andere Gruppen ausschließt. Das Verhalten von Vorgesetzten sei dabei besonders toxisch gewesen.
Spezialisten gegen Diskriminierung
Mit der Einigung will Riot Games Verhaltensregeln aufstellen, die der Gleichberechtigung von Geschlechtern, aber auch anderer Gruppen dienen sollen. Bereits im März 2018 hat das Unternehmen mit Angela Roseboro eine Chefin für Diversität eingestellt. Erste Ergebnisse verkündete sie in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) Anfang August. Es seien neue Experten eingestellt worden, die sich mit der Unternehmenskultur auseinandersetzen und Verbesserung bringen sollen. Außerdem wurde die Führungsriege erweitert: 28 Prozent dieses Teams seien Frauen, 45 Prozent gehörten ethnischen Minderheiten in den USA an.

"Wir wollen anerkennen, dass Probleme der Diskriminierung über das Geschlecht hinausgehen und sehen die Opfer, die nicht Teil dieses Falls sind" , schreibt @RiotersAFA auf Twitter. Es wird sich zeigen, ob es mit den neuen Maßnahmen bei Riot Games notwendig sein wird, erneut gegen das Unternehmen vorzugehen.