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League of Legends: Riot Games legt sich mit Profispielern an

In den USA bestreiken E-Sport-Profis League of Legends , Hersteller Riot Games sucht die Konfrontation. Es geht auch um viel Geld.
/ Peter Steinlechner
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Halbfinale der League of Legends Worlds Championship in Atlanta (Georgia) am 30. Oktober 2022 (Bild: Elijah Nouvelage /AFP via Getty Images)
Halbfinale der League of Legends Worlds Championship in Atlanta (Georgia) am 30. Oktober 2022 Bild: Elijah Nouvelage /AFP via Getty Images

Falls bis zum 15. Juni 2023 keine Einigung erreicht werden könne, werde die aktuelle Saison vollständig abgesagt: Damit drohte Naz Aletaha, die bei Riot Games für den E-Sport verantwortlich ist.

Die Profispieler haben eine Reihe von Forderungen, letztlich geht es immer um Geld. Ein wichtiger Punkt ist etwa, dass Riot Games den Teams seit Kurzem freistellt, eine Nachwuchsmannschaft zu unterhalten - oder eben nicht. Das ist sehr teuer, deshalb wollen die Profis, dass Riot Games diese zweite Liga finanziell unterstützt.

Außerdem soll es eine Art Aufstiegs- und Abstiegssystem geben, wie es in vielen Fußballligen üblich ist. Auch Riot Games verwendet ein derartiges Prinzip. Allerdings nicht bei League of Legends, sondern beim Actionspiel Valorant.

Riot Games lehnt diese Forderungen ab. Naz Aletaha schrieb im Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) zu den Auf- und Abstiegen, dass dies bei League of Legends nicht machbar sei, weil sich die Teams für rund 10 Millionen US-Dollar ihren Platz in der LCS gekauft hätten.

Zu einer geforderten Mindestbezahlung schrieb Aletaha, dass hierfür die jeweiligen Teams zuständig seien - nicht Riot Games.

Die Branche spricht vom "E-Sport-Winter"

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Konfliktpunkte. Die Sache ist komplex: Den Profis geht es nicht primär darum, einfach mehr Geld zu bekommen. Dennoch dürfte die momentane Schwächephase des E-Sports entscheidend zu dem Zwist beigetragen haben.

League of Legends - Trailer
League of Legends - Trailer (01:02)

Während der Coronakrise wurden viele Turniere abgesagt, das Zuschauerinteresse ließ merklich nach und es gibt viel weniger Sponsoring durch große Firmen.

Branchenintern sei die Rede vom "E-Sport-Winter" , sagte Alexander Müller, Geschäftsführer der E-Sport-Organisation SK Gaming, kürzlich im Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur (DPA).


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