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League of Legends: München will Riot Games 160.000 Euro schenken

Auf Wunsch von Politikern soll in Bayern ein großes E-Sports-Turnier stattfinden. Die SPD der Landeshauptstadt München hat sich allerdings dagegen ausgesprochen, Riot Games (League of Legends) dabei finanziell zu unterstützen. Bei anderen Sportarten gibt sich die Partei dagegen äußerst spendabel.

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Spieler bei einem League-of-Legends-Turnier
Spieler bei einem League-of-Legends-Turnier (Bild: Riot Games)

Es ist nach aktuellem Stand ziemlich wahrscheinlich, dass im August 2021 die League of Legends European Championship 2021 - eine Art Europameisterschaft - in München stattfindet. Und das, obwohl sich Vertreter der SPD vor einer Ausschusssitzung des Stadtrats dagegen ausgesprochen haben, dem Veranstalter Riot Games die Mietkosten für die Olympiahalle zu erlassen. Dabei geht es um rund 160.000 Euro.

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Hintergrund: Auf Wunsch der CSU-geführten Landesregierung soll in Bayern möglichst rasch ein großes E-Sports-Turnier stattfinden, wie unter anderem das Magazin Gameswirtschaft im Oktober 2019 berichtete. Eigentlich passt die League of Legends European Championship 2021 zu diesem Plan - allerdings kostet das eben viel Geld.

Riot Games fordert rund 400.000 Euro an Unterstützung, davon fallen die genannten 160.000 Euro als Miete für den Veranstaltungsort an. Für diese Summe - die sie letztlich an sich selbst überweisen würde - müsste die Stadt aufkommen, und zwar aus einem Teilhaushalt des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Der restliche Betrag käme vom Freistaat Bayern.

Vertreter der Stadt München versprechen sich von dem Turnier, "München als Digitalisierungsstandort" stärker als bisher im öffentlichen Bewusstsein zu positionieren. Außerdem hoffen sie unter anderem durch die erwarteten 9.000 Besucher auf indirekte Einnahmen in Höhe von 2,4 Millionen Euro, etwa über Steuern. Das hat der zuständige CSU-Wirtschaftsreferent ausgerechnet.

Im Vorfeld der Stadtratssitzung hatte allerdings die SPD angekündigt, sich mit ihrer Mehrheit den Plänen zu verweigern. Schon zuvor äußerte die Partei Bedenken, ein kommerzielles Unternehmen wie Riot Games mit einem derart hohen Betrag zu subventionieren. Möglicherweise ist das aber auch tatsächlich nicht nötig: Falls es nicht anders geht, will die Stadtsparkasse München einspringen und den Betrag zur Verfügung stellen, berichtet die tz.

Bei anderen Sportereignissen, die nicht weniger kommerziell sind, gibt es ähnliche politische Bedenken offenbar nicht: Für eine Reihe von Fußballspielen, die während der Europameisterschaften 2020 und 2024 sowie in der Champions League 2022 stattfinden, hat der Stadtrat laut Süddeutscher Zeitung erst im November 2019 auch mit den Stimmen der SPD mehr als 40 Millionen Euro bewilligt.

Woher auch immer das Geld für Riot Games kommt (das hochprofitable Unternehmen gehört vollständig dem chinesischen Onlinekonzern Tencent): Die Planer in München müssen sich beeilen. Die Bewerbungsfrist für die League of Legends European Championship 2021 läuft Ende 2019 ab.

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NeoChronos 03. Jan 2020

Ich hab ja nichts dagegen, wenn der kleine Verein vor Ort gefördert wird, aber...

OderUnd 03. Jan 2020

Kannst du dazu einige Studien verlinken? Mag sein. Wie viel Promille von den Millionen...

ziegenberg 12. Dez 2019

Auf- und Abbau, aber vor allem Aufbau, ist nicht in an einem Tag erledigt. Aus dem...

Bink 12. Dez 2019

Weil das eine sinnvolle Investition ist. Riot Games gehen da hin, wo das Verhältnis...

ibsi 12. Dez 2019

Keine Studie, aber einen weiteren Hinweis: Quelle: https://www.ris-muenchen.de/RII/RII...


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