Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

League of Legends: E-Sportler verdient 92.000 US-Dollar im Jahr

Mit mehr Transparenz möchte ein US-Team es bei League of Legends langfristig an die Spitze schaffen. Dazu hat es die Gehälter der Mannschaftsmitglieder veröffentlicht.
/ Peter Steinlechner
68 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
League of Legends bei einem Turnier in Frankreich (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)
League of Legends bei einem Turnier in Frankreich Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images

Die aus Nordamerika stammende League-of-Legends-Mannschaft Team Ember hat eine Liste mit den Gehältern ihrer Mitglieder veröffentlicht. Spitzenverdiener ist ein Spieler namens Goldenglue, der ein Grundeinkommen von 65.000 US-Dollar plus Boni in Höhe von 27.000 erhält – insgesamt 92.000 US-Dollar im Jahr. Contractz, der Spieler mit dem niedrigsten Verdienst, bekommt insgesamt rund 70.000 US-Dollar. Bei den genannten Summen geht es um das Nettoeinkommen nach Steuern. Die Kosten für Unterkunft und Krankenversicherung zahlt das Team.

ESL One Köln 2015 (CS Go) – Bericht
ESL One Köln 2015 (CS Go) – Bericht (02:50)

Wie repräsentativ die genannten Einnahmen für die Branche sind, ist nicht ganz einfach einzuschätzen. Vermutlich verdienen südkoreanische Superstars noch mehr. Für Mannschaften wie Team Ember, die nicht zur absoluten Spitze gehören, dürfte der Verdienst aber durchaus repräsentativ sein.

Normalerweise behandelt die E-Sport-Branche das Einkommen ihrer Athleten als Verschlusssache. Team Ember will bewusst einen anderen Weg gehen. Andere Sportarten gingen schließlich auch offener mit dem Thema um, schreibt Team-Chef Jonathan Pan in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster). Die Veröffentlichung der Summen habe bereits zu teaminternen Diskussionen über leistungsgerechte Bezahlung geführt.

Auch sonst möchte Team Ember einiges anders machen, als es sonst in der Branche üblich ist. Spieler und Trainingsstab sollten durchaus auch Zeit und Raum für ihr Privatleben bekommen, schreibt Pan. Mit dieser neuen Herangehensweise möchte er es innerhalb von zwei Jahren an die internationale Spitze schaffen.


Relevante Themen