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Le Mans: Toyota demonstriert Rennwagen mit Flüssigwasserstoff

Toyota zeigt in Le Mans einen Rennwagen mit Wasserstoffverbrenner. Am 24-Stunden-Rennen selbst nimmt der TR LH2 aber nicht teil.
/ Przemyslaw Szymanski
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Der TR LH2 Racing Prototype von Toyota (Bild: Toyota)
Der TR LH2 Racing Prototype von Toyota Bild: Toyota

Toyota bringt am Rande des 24-Stunden-Rennens von Le Mans einen Wasserstoffrennwagen auf die Strecke, der nicht mit einer Brennstoffzelle fährt. Der TR LH2 Racing Prototype verbrennt flüssigen Wasserstoff und soll am 11. und 13. Juni 2026 Demorunden auf dem Circuit de la Sarthe drehen.

Einen Start im eigentlichen Rennen plant Toyota damit nicht. Die Fahrten sollen laut dem japanischen Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) vielmehr die Entwicklung von Wasserstofftechnik im Motorsport voranbringen und den Fans an der Strecke den Klang eines Wasserstoff-Verbrennungsmotors zeigen.

Der Prototyp geht auf das GR LH2 Racing Concept(öffnet im neuen Fenster) zurück, das Toyota 2025 in Le Mans vorgestellt hatte. Daraus ging nun der TR LH2 Racing Prototype hervor. Grundlage ist nach Herstellerangaben das Chassis des TR010 Hybrid-Hypercars, mit dem Toyota in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans antritt.

Während der TR010 einen 3,5-Liter-V6-Doppelturbomotor mit Direkteinspritzung und ein Rennhybridsystem nutzt, arbeitet im TR LH2 ein Verbrennungsmotor, der flüssigen Wasserstoff verwendet.

Viele Details zum TR LH2 Racing Prototype sind noch nicht bekannt. Toyota nennt bislang weder Angaben zu Leistung und Beschleunigung noch zu Höchstgeschwindigkeit, Verbrauch oder Tankgröße. Damit bleibt offen, wie nah der Prototyp technisch bereits an einem möglichen Langstreckenfahrzeug liegt.

Klar ist aber, dass Toyota mit flüssigem Wasserstoff einen anderen Ansatz verfolgt als bei früheren Wasserstoffautos, bei denen der Konzern vor allem auf die Brennstoffzelle setzte.

Vom Mirai zum flüssigen Wasserstoff

Der Einsatz von flüssigem Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor ist nur ein Teil von Toyotas Wasserstoffgeschichte. Sichtbar wurde der Konzern zunächst vor allem mit der Brennstoffzelle. Bekanntestes Beispiel ist der Mirai, der 2014 als eines der ersten in größeren Stückzahlen angebotenen Wasserstoffautos auf den Markt kam. In ihm wandelt die Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff in Strom für den Elektromotor um. Als sichtbares Nebenprodukt bleibt im Betrieb vor allem Wasser. Später folgte eine zweite Generation der Limousine.

Zur Entwicklung des Mirai gehören auch Reichweitenfahrten: In Europa fuhr das Modell 2021 nach Unternehmensangaben(öffnet im neuen Fenster) 1.003 Kilometer mit einer Wasserstofffüllung. In den USA folgte im selben Jahr ein Guinness-Weltrekord(öffnet im neuen Fenster) über 845 Meilen, also rund 1.360 Kilometer. Trotz dieser Werte blieb der Mirai ein Nischenmodell. Toyota selbst räumte später ein, dass sich die Wasserstofflimousine schwächer verkauft habe als erwartet.

Neben der Brennstoffzelle rückte bei Toyota ab 2021 der Wasserstoff-Verbrennungsmotor in den Fokus. Der Konzern testete die Technik unter anderem mit einem Corolla in der japanischen Super-Taikyu-Serie. Zunächst nutzte Toyota gasförmigen Wasserstoff, später auch flüssigen. Danach folgten weitere Demonstrationen und Konzepte, darunter der GR Yaris H2 und das GR LH2 Racing Concept in Le Mans. Der TR LH2 Racing Prototype führt diese Reihe fort. Welche konkreten Schritte Toyota nach den Demofahrten plant, ist noch offen.


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