LCD: Apple-Zulieferer JDI steckt in finanziellen Schwierigkeiten

Das japanische Unternehmen JDI produziert unter anderem die LC-Displays für Apples iPhone Xr - und steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Eine Investition aus China und Taiwan könnte den Hersteller retten, würde aber das Machtgefüge bei den Anteilseignern verschieben.

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JDI stellt unter anderem das Display für das iPhone Xr her.
JDI stellt unter anderem das Display für das iPhone Xr her. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der japanische Display-Hersteller Japan Display Inc. (JDI) wird nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo bis zu 80 Milliarden Yen an finanzieller Unterstützung erhalten. Umgerechnet sind das mehr als 637,5 Millionen Euro.

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Die Zahlung ist notwendig, da sich das Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet, wie Reuters berichtet. JDI stellt unter anderem das LC-Display für Apples iPhone Xr her. Die sinkende Nachfrage nach Smartphones allgemein sowie der Umstand, dass JDI die Produktion von OLED-Bildschirmen zu spät begonnen hat, haben aber zur aktuellen wirtschaftlichen Schieflage geführt. So hat Apple die Displays für seine iPhones beispielsweise bei Samsung bestellen müssen.

Das Geld soll von einem Konsortium stammen, dem unter anderem Chinas staatlich unterstützter Silk Road Fund und der taiwanische Display-Hersteller TPK angehören. Die Zahlung soll zwischen 60 und 80 Milliarden Yen betragen und - je nach Höhe - die Mehrheitsverhältnisse unter den Anteilseignern verschieben.

Aktuell ist der von der japanischen Regierung unterstützte INCJ-Fond mit 25,3 Prozent Hauptanteilseigner von JDI. Nach der Investition würde aber das Konsortium rund um den Silk Road Fund und TPK mit 30 bis 50 Prozent den Hauptteil der Anteile besitzen.

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Die Verhandlungen sollen bis Ende März 2019 abgeschlossen sein. Ein Sprecher von JDI hat Reuters zufolge einen Kommentar zur Sache abgelehnt. Der Silk Road Fund und TPK haben nicht auf Anfragen reagiert.

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