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Faktor Nummer drei: der Paneltyp

Eine Zeit lang gab es eigentlich nur LC-Displays für den Arbeitsplatz. Mittlerweile setzt sich allerdings auch OLED immer weiter durch - gerade im Bereich der Fernseher und Gaming-Hardware. Das liegt an den überlegenen Kontrasten und der generell satten Farbdarstellung im Vergleich zu LCD-Technik. Wir würden allerdings davon abraten. Nicht nur ist OLED derzeit meist teurer als ein LCD-Panel, die Technik hat auch andere Nachteile, wenn es um Büroarbeiten geht.

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Wie schon bei Plasma-Bildschirmen können sich auch bei OLED-Displays Bilder einbrennen. Dieser Effekt tritt auf, wenn wir ein starres Bild zu lange angeschaltet lassen. In Unternehmen kommt es nicht selten vor, dass Anwender ihre PCs und Monitore über Nacht angeschaltet lassen oder über längere Zeit Dokumente oder Webseiten ohne Bewegung geöffnet haben. Ein Einbrennen des Bildes ist daher möglich.

Außerdem benötigen OLED-Panels beim Darstellen heller Farben und vor allem von Weiß mehr Energie. Das liegt daran, dass ein OLED-Gerät alle Subpixel anschalten muss, um Weiß zu erzeugen. Ein Test des Magazins Notebookcheck hat beispielsweise ergeben, dass das OLED-Panel des Dell XPS 15 etwa 19 Watt benötigt, wenn alle Pixel weiß leuchten. Ein gleichgroßes IPS-Panel benötigt etwa 6 Watt.

Im Büroalltag sind Word-Dokumente, Webseiten, Teamchatsoftware, PDFs und andere Programme meist prominent hell, da Augen durch schwarze Schrift auf weißem Hintergrund normalerweise weniger angestrengt sind - zumindest in einem hell ausgeleuchteten Büro.

Wenn es also kein OLED-Gerät sein soll, so gibt es trotzdem verschiedene LC-Paneltypen. Die gängigsten drei Techniken sind In Plane Switching (IPS), Vertical Alignment (VA) und Twisted Nematic (TN). TN ist die älteste der drei Techniken und hat normalerweise eine sehr schnelle Pixelreaktionszeit als Vorteil. Dies ist etwa für Gamer wichtig. Auch ist die Produktion von TN-Panels meist preiswerter. Allerdings sind die schlechten Blickwinkel und flauen Farben gerade im Büro nervig. Zwar gibt es ein paar teurere TN-Panels, die einige der Nachteile verbessern, wegen besserer Alternativen würden wir aber von TN-Paneln abraten.

Viel besser steht VA da: Von den drei Techniken kann hier mit den besten Kontrasten und guter Farbdarstellung gerechnet werden. Auch VA wird gerne in Gaming-Displays mit höheren Bildfrequenzen verbaut, da es vergleichsweise preiswert ist. IPS-Displays gehören zu den teureren Paneltypen, haben aber typischerweise die beste Farbdarstellung und eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Wenn wir mehr als nur Schreibarbeiten erledigen, etwa in Photoshop Bilder bearbeiten, ist IPS die richtige Wahl. Andererseits sind aktuelle VA-Panels ebenfalls gute Alternativen.

Faktor Nummer vier: den richtigen Anschluss für den eigenen PC

Vor dem Kauf sollten wir uns im Klaren sein, welche Anschlüsse die Grafikeinheit des Host-PCs verwendet. Bei älteren Systemen sehen wir häufig noch DVI und VGA als blaue und weiße quadratische Buchsen. Zweiteres kommt etwa bei älteren Projektoren in Konferenzräumen noch vor, ist wie DVI bei neuen Office-Monitoren aber fast nicht mehr anzutreffen. Heutzutage sind HDMI und Displayport weiter verbreitet, beide übertragen ein digitales Signal.

Zu unterscheiden sind beide Anschlüsse relativ einfach: HDMI hat zwei angeschrägte Kanten, Displayport nur eine. Dabei ist ersterer generell etwas weiter verbreitet, denn selbst integrierte Grafikeinheiten haben oft zumindest einen HDMI-Anschluss. Auch gibt es viele Docks und Adapter, die den Standard unterstützen. HDMI-Buchsen gibt es in fünf Größen, davon sind drei relevant: Typ A ist der weit verbreitete Port in voller Größe, wie ihn auch TVs oder Spielekonsolen nutzen. Mini-HDMI (Typ-C) und Micro-HDMI (Typ-D) kommen eher selten vor und sind bei Monitoren eigentlich nicht anzufinden.

Erst der Standard HDMI 2.0a oder b kann Auflösungen von bis zu 3.940 x 2.160 Pixeln bei 60 Hz darstellen - 10 Bit HDR erfordert allerdings eine Komprimierung durch Chroma Subsampling. Ein Kabel ist meist maximal 5 Meter lang, teure Kabel erreichen bis zu 15 Meter. Generell gilt: Je länger das Kabel ist, desto höher ist die Signaldämpfung, was bei einem 4K-60-Hz-Monitor relevant wird.

Displayport ist hier ebenfalls restriktiv. Kabel ab einer Länge von 2 Metern müssen aber standardmäßig eine Datenrate von 6,48 GBit/s unterstützen. Darüber ist zumindest ein Full-HD-Signal übertragbar. Ab Version 1.4 werden 4K-Panels bei einer Bildfrequenz von 60 Hz und unkomprimierte 10 Bit Farbtiefe , also HDR, unterstützt. Die noch nicht weit verbreitete Displayport 2.0 schafft auch 8K bei 60 Hz, was übrigens auch für HDMI 2.1 gilt.

Der Anschluss wird in zwei Versionen angeboten: Displayport und das von Apple entwickelte und zu Thunderbolt (1 und 2) kompatible Mini-Displayport. Der Standard ist auch mit Thunderbolt 3 kompatibel, Monitore mit passender USB-Typ-C-Schnittstelle sind derzeit in höherpreisigen Segmenten zu finden. Diese können an USB-Typ-C-Ports des Hostsystems angeschlossen werden.

Per Daisy Chaining ist es zudem möglich, zwei oder mehr Monitore in Reihe an einem einzelnen Displayport-Anschluss der Grafikeinheit zu betreiben. Allerdings müssen die Bildschirme diese Funktion aktiv unterstützen, was normalerweise in den technischen Details der jeweiligen Produkte steht, wenn es nicht sogar prominent beworben wird.

Wir würden sagen: Durch die höhere Verbreitung von HDMI ist ein Monitor mit dieser Schnittstelle eine gute Wahl. Die meisten integrierten GPUs unterstützen den Standard und HDR ist im Office-Segment eher weniger relevant. Displayport wird interessant, wenn wir Daisy Chaining oder einen USB-C-Monitor nutzen wollen.

Langes Sitzen im Büro erfordert einen scharfen Blick auf die Ergonomie und Einstellungsmöglichkeiten des Bildschirms.

Faktor Nummer fünf: Ergonomie ist wichtig

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist nicht nur für gesündere Sitzhaltung wichtig, er wird teilweise auch vorgeschrieben. Daher sollten Nutzer beim Kauf eines Monitors darauf achten, dass sich ein Monitor zumindest in der Höhe und in der horizontalen Neigung des Panels einstellen lässt. Gerade preiswerte Displays verwenden günstig herstellbare starre Standfüße - nicht ideal zum Arbeiten.

Dabei gilt: Die obere Kante des Bildschirms sollte etwa auf Augenhöhe des davor sitzenden Nutzers liegen. Ein verstellbarer Standfuß hilft dabei. Noch besser ist ein Monitor, den wir auch seitlich neigen können. Konzepte wie der Samsung Space Monitor sind in diesem Bereich eingeschränkt, was einen Multimonitorbetrieb unergonomischer macht. Eine Pivot-Funktion für eine Drehung des Displays um 90 Grad ist nicht unbedingt notwendig, kann aber einigen Anwendern bei ihrer Arbeit helfen.

Wichtig ist auch die Helligkeit des Panels: Günstige Monitore sind mit 200 cd/m² eigentlich zu dunkel, vor allem da Herstellerangaben oft von den eigenen Angaben abweichen. Für helle Büroräume sollten es schon vom Hersteller angegebene 250 cd/m² oder mehr sein. Im Betrieb sollten Nutzer das Panel dann nach ihrem Belieben einstellen. Dabei gilt: Eine zu hohe Helligkeit kann die Augen strapazieren und eignet sich für langes Arbeiten weniger. Es ist aber gut, diese Option für einige Fälle zumindest zur Verfügung zu haben.

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 LC-Displays: Den richtigen Büromonitor findenFaktor Nummer sechs: Zusätzliche Funktionen sind nicht unbedingt wichtig 
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