Lavoie: E-Scooter-Hersteller kauft Vanmoof
Das britische Unternehmen Lavoie hat sich gegenüber Wettbewerbern beim Bieten um Vanmoof durchgesetzt und übernimmt den insolventen Hersteller von E-Bikes. Es gibt keine konkreten Informationen zum Kaufpreis, laut eines beteiligten Managers geht es aber um "mehrere zehn Millionen Pfund" .
Lavoie(öffnet im neuen Fenster) ist vor allem als Hersteller von E-Scootern bekannt. Die beiden verfügbaren Modelle stehen nicht auf der Straße zum Mieten, sondern müssen für Preise ab rund 2.000 Euro direkt beim Unternehmen gekauft werden.
Dieses gehört zu McLaren Applied – eine Technologiefirma, die früher ein Teil der Rennsport-Holding McLaren war, 2021 aber vollständig von Investoren übernommen wurde.
Lavoie positioniert sich allerdings weiterhin sehr sportlich und wirbt mehr oder weniger unterschwellig mit der Nähe zum bekannten Formel-1-Team.
Nick Fry, Chef von McLaren Applied, will mit der Übernahme von Vanmoof nach eigenen Angaben ein Global Player im "E-Mobilitätsgeschäft" werden. "Wir sehen ein enormes Potenzial, die Art und Weise, wie Menschen in den überlasteten Städten der Welt reisen, aktiver und angenehmer zu gestalten" , teilte er mit.
Er sei fest entschlossen, "führend in der Herstellung von Premium-E-Mobilitätsprodukten" zu werden.
Vanmoof-Fahrer können vermutlich weiterfahren
Bislang gibt es keine konkreten Ankündigungen, wie es mit Vanmoof weitergeht. Das Unternehmen meldete Mitte Juli 2023 Insolvenz an, Grund waren neben der allgemeinen Krise und Überkapazitäten im Fahrradmarkt hausgemachte Probleme.

Wer ein Fahrrad von Vanmoof besitzt, muss nun vermutlich weniger um dessen langfristige Funktionalität bangen. Viele Funktionen sind an die Server des Herstellers gebunden. Konkurrent Cowboy entwickelte eine App , mit der sich die Funktionen der E-Bikes weiterhin nutzen lassen sollen.
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