Abo
  • Services:

Lavabit: Ladar Levinson sammelt Geld für Dark Mail

Lavabit-Gründer Ladar Levinson hat ein Kickstarter-Projekt gestartet, um die Software seines verschlüsselten E-Mail-Dienstes Lavabit als Open Source zu veröffentlichen, die zugleich um Unterstützung für Dark Mail erweitert werden soll. Zudem sollen erste Dark-Mail-Clients im Rahmen des Projekts entwickelt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Ladar Levinson sammelt Geld für Dark-Mail-Implementierung ein.
Ladar Levinson sammelt Geld für Dark-Mail-Implementierung ein. (Bild: Dark Mail Alliance)

Lavabit wurde erst mit dessen Schließung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, wurde der Dienst doch von NSA-Whistleblower Edward Snowden genutzt und geschlossen, da dessen Gründer Ladar Levinson den SSL-Masterkey der Website nicht an die NSA herausgeben wollte. Dadurch ist Lavabit als Dienst zwar Geschichte, die Idee, eine wirklich sichere E-Mail-Kommunikation zu ermöglichen, bekommt aber neuen Schwung: Zusammen mit Silent Circle, der Firma von PGP-Gründer Phil Zimmerman, hat Lavabit-Gründer Ladar Levinson Ende Oktober die "Dark Mail Initiative" ins Leben gerufen und nun eine Kickstarter-Kampagne dafür gestartet.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. Daimler AG, Sindelfingen

Die Initiative will eine Open-Source-Architektur für verschlüsselte E-Mail entwickeln, die Inhalte und Metadaten schützt. Dazu soll ein Protokoll entwickelt und als Open Source veröffentlicht werden, das Nutzern eine abhörsichere E-Mail-Kommunikation erlaubt, die so einfach ist wie das Versenden unverschlüsselter E-Mails heute.

Levinson startet im Rahmen des Projekts nun eine mit "Lavabit's Dark Mail Initiative" überschriebene Kickstarter-Kampagne, die drei Ziele verfolgt: Erstens soll die Software hinter Lavabit aufgeräumt und als F/OSS (Freie Software/Open-Source-Software) freigegeben werden. Zweitens soll die Software um Unterstützung für das Dark-Mail-Protokoll erweitert werden. Und drittens sollen im Rahmen des Projekts Dark-Mail-Clients entwickelt werden.

Magma-Deamon

Kern von Lavabit ist der Magma-Deamon, der SMTP, POP3, IMAP4 und HTTP unterstützt, clusterfähig ist und Nutzerdaten transparent verschlüsselt, bevor sie auf die Platte geschrieben werden. Magma umfasst auch ein in Javascript geschriebenes Webmailsystem, das über ein JSON-API angesteuert wird. Diese Software solle perfektioniert und dann als F/OSS veröffentlicht werden, so Levinson.

Zudem soll das bestehende System um Unterstützung für das Dark-Mail-Protokoll erweitert werden. Dieses soll die E-Mail-Kommunikation von Ende zu Ende verschlüsseln, einschließlich der Metadaten, aus denen hervorgeht, wer mit wem kommuniziert. Da die Verschlüsselung direkt in das Protokoll integriert wird, sollen Nutzer davon nichts mitbekommen und so die Sicherheit von PGP erhalten, ohne sich über Verschlüsselung Gedanken machen zu müssen.

Darüber hinaus sollen die ersten Dark-Mail-Clients entwickelt und als F/OSS veröffentlicht werden. Geplant sind Clients für die Desktop-Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux sowie für die mobilen Plattformen iOS und Android.

Unterstützer erhalten vorab Zugriff

Wer das Projekt unterstützen will, erhält für 25 US-Dollar Zugriff auf die Binärdateien, sobald diese allgemein veröffentlicht werden, was im April 2014 der Fall sein soll. Für 1.000 US-Dollar gibt es zudem Hilfe bei der Installation. Wer 5.000 US-Dollar beisteuert, erhält die Binärdateien 30 Tage vor allen anderen, für 10.000 US-Dollar gibt es 60 Tage vor allen anderen vollen Zugriff auf Binärdateien und Sourcecode.

Letztendlich aber geht es darum, die Idee der Dark Mail Alliance finanziell zu unterstützen und möglichst gute Entwickler zu finden, die dabei helfen, die Pläne in die Realität umzusetzen. Je mehr Geld zusammenkommt, desto einfacher werde es, hochkarätige Entwickler für das Projekt zu gewinnen, so Levinson.

Gestartet ist die Kickstarter-Kampagne heute Nacht, sie läuft noch bis zum 27. November 2013. Mindestens 196.608 US-Dollar müssen zusammenkommen, damit die Kampagne erfolgreich abgeschlossen wird. Aktuell haben rund 240 Unterstützer etwa 9.000 Euro zugesagt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 32,99€
  3. 39,99€ (Release 14.11.)

ji (Golem.de) 05. Nov 2013

Oje, das stimmt natürlich. Ist jetzt drin. ... jens

bierbowle 05. Nov 2013

der code ist ja schon da: http://bitmail.sf.net V 0.6

ein... 05. Nov 2013

Danke für die Antwort. Dann wäre es aber keine fundamentale Verbesserung, denn der Staat...

ein... 05. Nov 2013

Mag sein das du Recht hast, aber wo steht das der private Key auf dem Server liegt...

Neru 05. Nov 2013

Open Source bringt dir wenig, wenn ein Herr mit 'nem Wisch vom Gericht vor der Tür steht...


Folgen Sie uns
       


Assassin's Creed Odyssey - Test

Wir hätten nicht gedacht, dass wir erneut so gerne so viel Zeit in Ubisofts Antike verbringen.

Assassin's Creed Odyssey - Test Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

    •  /