Lavabit: Crowdfunding für Dark Mail knapp erfolgreich
Knapp 3.000 Geldgeber haben insgesamt 212.513 US-Dollar zur Kickstarter-Kampagne von Lavabit-Gründer Ladar Levinson(öffnet im neuen Fenster) beigesteuert. Damit wurde das Ziel von 196.608 US-Dollar knapp überschritten. Mit dem Geld soll die Software hinter Lavabit aufgeräumt und als F/OSS (freie Software/Open-Source-Software) freigegeben und um Unterstützung für das Dark-Mail-Protokoll erweitert werden. Auch Dark-Mail-Clients sollen entwickelt werden.
Fünf der Geldgeber beteiligen sich mit je 10.000 US-Dollar und sollen dafür vorab Zugriff auf die Software erhalten.
Kern von Lavabit ist der Magma-Deamon, der SMTP, POP3, IMAP4 und HTTP unterstützt, clusterfähig ist und Nutzerdaten transparent verschlüsselt, bevor sie auf die Platte geschrieben werden. Magma umfasst auch ein in Javascript geschriebenes Webmailsystem, das über ein JSON-API angesteuert wird. Diese Software solle perfektioniert und dann als F/OSS veröffentlicht werden, sagt Levinson.
Zudem soll das bestehende System um Unterstützung für das Dark-Mail-Protokoll erweitert werden. Dieses soll die E-Mail-Kommunikation von Ende zu Ende verschlüsseln, einschließlich der Metadaten, aus denen hervorgeht, wer mit wem kommuniziert. Da die Verschlüsselung direkt in das Protokoll integriert wird, sollen Nutzer davon nichts mitbekommen und so die Sicherheit von PGP erhalten, ohne sich über Verschlüsselung Gedanken machen zu müssen.
Darüber hinaus sollen die ersten Dark-Mail-Clients entwickelt und als F/OSS veröffentlicht werden. Geplant sind Clients für die Desktopbetriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux sowie für die mobilen Plattformen iOS und Android.
Dark Mail entsteht in Zusammenarbeit mit Silent Circle, der Firma von PGP-Gründer Phil Zimmerman.
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