Abo
  • Services:

Lautsprecher: Sonos will an die Börse

Sonos trat vor gut 15 Jahren mit der Idee an, mit drahtlosen Geräten Musik im Haushalt zu verteilen. Mit dem Aufkommen von Streaming-Anbietern wuchs das Unternehmen, jetzt soll ein Börsengang Geld für mehr Wachstum bringen. Doch dabei gibt es Risiken.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Alexa-Soundbar Beam von Sonos
Die Alexa-Soundbar Beam von Sonos (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Der Anbieter vernetzter Lautsprecher Sonos geht an die Börse. Die Firma aus Kalifornien hat am 6. Juli 2018 ihren Antrag bei der Börsenaufsicht SEC vorgelegt. Daraus geht unter anderem hervor, dass Sonos im jüngsten Geschäftshalbjahr bis Ende März 2018 655 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftete und dabei gut 13 Millionen US-Dollar Gewinn machte. In dieser Zeit seien knapp 3,1 Millionen Geräte verkauft worden - nach 3,9 Millionen im gesamten vergangenen Geschäftsjahr.

Stellenmarkt
  1. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main
  2. WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, Wuppertal

Als Volumen des Börsengangs trug Sonos 100 Millionen US-Dollar ein - was auch ein vorläufiger Platzhalter-Betrag sein kann. Zu Details wie Aktienpreis oder Bewertung gibt es in dieser Phase noch keine Angaben. Der Finanzdienst Bloomberg hatte im Frühjahr 2018 berichtet, dass Sonos an die Börse mit einem Firmenwert von 2,5 bis 3 Milliarden US-Dollar gehen könnte.

Sonos, gegründet 2002, ist ein Vorreiter bei vernetzten Lautsprechern für den gesamten Haushalt. Der US-amerikanische Hersteller erkannte recht spät den Trend zu sprachgesteuerten digitalen Assistenten. Dieser Markt wird von Amazons Echo-Lautsprechern sowie Google mit seinen Home-Lautsprechern beherrscht, während Apple noch aufholen muss.

Sonos reagierte und ließ als ersten Schritt die Musikwiedergabe auf seinen Lautsprechern per Sprache über den Echo steuern. Inzwischen gibt es auch den Lautsprecher Sonos One sowie die Soundbar Beam mit Alexa an Bord. Als einen Risikofaktor für sein Geschäft nennt Sonos auch, dass man auf die Kooperation der Firmen hinter der Assistenz-Software angewiesen sei.

Insgesamt wurden dem Börsenprospekt zufolge über 19 Millionen Sonos-Geräte in rund 6,9 Millionen Haushalten weltweit registriert. 61 Prozent davon hätten mehr als einen Sonos-Lautsprecher im Einsatz. Im vergangenen Geschäftsjahr machte Sonos gut die Hälfte seiner Erlöse von 992 Millionen US-Dollar in Nord- und Südamerika. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen von 108 auf 124 Millionen Dollar.

Keine Dividendenzahlung in absehbarer Zeit

Größter Aktionär von Sonos ist der Geldgeber KKR mit einem Anteil von 25,7 Prozent. Es folgen Index Ventures mit 13 Prozent und der Mitgründer und langjährige Chef John MacFarlane mit 12,9 Prozent. Sonos hat dem Börsenprospekt zufolge Geldreserven von rund 118 Millionen US-Dollar bei knapp 40 Millionen US-Dollar langfristiger Schulden. Dividenden will Sonos in absehbarer Zukunft nicht zahlen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 7,99€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (nur für Prime-Mitglieder)

dantist 09. Jul 2018 / Themenstart

Die App ist Schrott, das Sonos-eigene Mesh instabil, die Geräte teuer. Warum dauert z.B...

Faksimile 08. Jul 2018 / Themenstart

Und immer noch auf SMB1 zu setzen.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

    •  /