Laut Investmentbank: Trumps Zölle könnten iPhones um 700 Dollar teurer machen

US-Präsident Trump hat die Welt mit Zöllen belegt. Vor allem in Asien und Europa sollen Länder teils sehr hohe Aufschläge zahlen, wenn sie ihre Produkte in den USA verkaufen wollen. Das gilt auch für Unternehmen, die in den bezollten Ländern produzieren. Das trifft etwa den Techkonzern Apple, der auf Hardwareverkäufe angewiesen ist und seine Produkte zum Großteil in China, Indien und Vietnam herstellen lässt.
Sollten die Zölle auch langanhaltend durchgesetzt werden, dann könnte sich der Preis eines iPhones für US-Kunden drastisch erhöhen. Laut der Investmentbank Rosenblatt Securities(öffnet im neuen Fenster) ( via Reuters(öffnet im neuen Fenster) ) könnte etwa ein iPhone 16, welches aktuell 800 US-Dollar kostet, künftig 1.142 US-Dollar kosten. Beim High-End-Modell iPhone Pro Max mit 1 TByte Speicherplatz würden die Preise um 700 US-Dollar steigen - eine Erhöhung von 43 Prozent zum Standardpreis von 1.600 US-Dollar.
Kommt Apple diesmal nicht davon?
Laut der Investmentbank trifft das auch auf weitere Produkte zu. Apple Watch, iPad, Macs und Airpods könnten um mindestens 39 Prozent teurer werden. Laut dem Forschungsinstitut Counterpoint Research(öffnet im neuen Fenster) sind es im Schnitt 30 Prozent. Dabei wird angenommen, dass Apple die Mehrkosten durch Zölle direkt auf die US-Kunden umlegt. "Diese ganze sich derzeit abspielende China-Zoll-Situation ist das komplette Gegenteil unserer Erwartung" , sagte Analyst Barton Crockett von Rosenblatt in einer Infonotiz. "Das geht gegen die Erwartung, dass Apple mit Samthandschuhen angefasst wird, so wie letztes Mal."
Während Trumps erster Amtszeit als US-Präsident wurde der Konzern von Zollbestimmungen ausgenommen. Bisher ist nicht klar, ob Apple auch dieses Mal einen Deal aushandeln kann. Es ist nicht einmal klar, wie lange die US-Regierung an den Zöllen festhält. In einer ersten Aktion hatte der US-Präsident schon einmal starke Zölle gegen die Nachbarländer Kanada und Mexiko verhängt. Diese wurden später wieder teilweise zurückgenommen. Kanada ist auch eines der Länder, das auf US-Waren wie etwa Automobile Gegenzölle beschloss(öffnet im neuen Fenster) .